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Michelangelo: Panempathie von Sixtinischer Decke bis zur St.-Peter-Kuppel

Der Doyen der Kunstgeschichte Horst Bredekamp zu Gast im Akademischen Forum Augsburg: Der Wissenschaftler und Buchautor referiert zu Michelangelo, dabei gibt er Einblick in bisher unveröffentlichte Forschungen. Ein Festvortrag, musikalisch anspruchsvoll umrahmt, anlässlich des 400. Weihetags der Basilika St.-Peter in Rom.

Für Mittwoch, 18. November 2026 (19 Uhr), lädt das ➽ Akademische Forum Augsburg zu einem besonderen Festvortrag ins Haus St. Ulrich in Augsburg: Anlässlich des 400. Weihetags der Basilika St. Peter referiert der berühmte Kunstgeschichtler Horst Bredekamp zu einem der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance, zu Michelangelo. Bredekamp, ein wahrer Doyen der Kunstgeschichte, gibt dabei auch Einblick in bisher unveröffentlichten Forschungen. Der Titel des Vortrag lautet Von der Sixtinischen Decke bis zur Kuppel von Sankt Peter: Michelangelos Panempathie der künstlerischen Schöpfung zum 400. Weihetag von St. Peter.

Die Veranstaltung hat eine erlesene musikalische Rahmung, das Grußwort spricht Bischof Dr. Bertram Meier. Eintritt 6.- EUR; Schüler und Studenten frei. Anmeldung erbeten per E-Mail ➽ akademisches-forum@bistum-augsburg.de

Die künstlerische Schöpfung Michelangelos

Mit 71 Jahren, in einem Alter, das nach heutigen Maßstäben weit jenseits der Pensionsgrenze liegt, übernahm Michelangelo auf Wunsch und Bitten von Papst Paul III. die Großbaustelle von St. Peter in Rom. Er brauchte keine zwei Wochen, um die vorgefundenen Planungen zu durchkreuzen und große Teile des bereits Gebauten wieder abreißen zu lassen. Der Grund war sein Begriff von natürlicher und künstlerischer Schöpfung, der allem widersprach, was bis dahin errichtet worden war.

Der Vortrag wird am Beispiel eines früheren Werkes, dem Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle, jenen Geist zu rekonstruieren versuchen, der für die Planänderung des Riesenbaues verantwortlich war. Durch seine Ausnahmestellung gelang es Michelangelo, seine Vorstellungen durchzusetzen und als unantastbar zu definieren, bis nach seinem Tod durch den Zusatz des riesigen Langhaues ein von ihm nicht vorgesehenes Element hinzukam. Es wird im Vortrag nicht um die Baugeschichte im engeren Sinn gehen, sondern um jenen Begriff von Schöpfung, dem Michelangelo sich auch bei diesem Werk verpflichtet fühlte.

PROGRAMM

19.00 Uhr
Begrüßung und Einführung auch von Seiten der Katholischen Akademie in Bayern

19.15 Uhr
Grußwort Dr. Bertram Meier, Diözesanbischof von Augsburg

19.20 Uhr musikalisches Intermezzo mit Julian Johannes (Oboe) & Thomas Becherer (Klavier): Stücke von Arcangelo Corelli (1653-1713)

19.30 Uhr
VORTRAG Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Bredekamp
Neueste Erkenntnisse zu Michelangelos Panempathie der künstlerischen Schöpfung
Anlässlich des 400. Weihetags von St. Peter

ca. 21.00 Uhr musikalischer Beitrag von Julian Johannes (Oboe) & Thomas Becherer (Klavier): Stücke von Arcangelo Corelli (1653-1713)

gegen 21.10 Uhr: Ende der Veranstaltung

Moderation:
Frederic-Joachim Kaminski

Prof. Dr. Dr. h.c. HORST BREDEKAMP wurde 1974 in Kunstgeschichte an der Universität Marburg promoviert. Nach seiner Museumstätigkeit am Frankfurter Liebieghaus lehrte er ab 1976 als Assistent und ab 1982 als Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Seit 1993 ist er Professor am Institut für Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2019 Senior-Sprecher des Excellenzclusters »Matters of Activity«.

Bredekamp ist Mitglied von sechs wissenschaftlichen Akademien sowie des Ordens Pour le mérite (seit 2014). Als Autor von mehr als 30 Büchern und über 700 Artikeln hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Sigmund Freud-Preis (2001), den Aby M. Warburg-Preis (2005), den Max-Planck-Forschungspreis (2006), den Schiller-Preis (2017) sowie zuletzt die Ehrenpromotion in Philosophie der Universität Turin. Seit 2025 ist er Cavaliere della Repubblica Italiana.

Eine Veranstaltung des Akademischen Forums der Diözese Augsburg in Kooperation mit der Katholischen Akademie in Bayern, der Katholisch-Theologischen Fakultät und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Augsburg; der Freien Kunst Akademie Augsburg und der Augsburger Volkshochschule. ⟴ pm • auxlit


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