Mit einer Lesung der mit dem Georg-Büchner-Preis 2025 ausgezeichneten Autorin Ursula Krechel gehen die Ingolstädter Literaturtage in die Zielgerade. Ihr Roman Sehr geehrte Frau Ministerin erzählt mit ergreifender Sprachkraft von existenziell gefährdeten Frauen und von politischer Gewalt.
Noch bis Dienstag, 28. April 2026, finden zum 33. Mal die ➽ Ingolstädter Literaturtage statt. Am Donnerstag, 23. April (20 Uhr), ist die preisgekrönte Schriftstellerin Ursula Krechel zu Gast ➠ TICKETS. Ihr 2025 erschienener Roman Sehr geehrte Frau Ministerin schaffte es in die ZEIT-Liste der 100 Besten Bücher des Jahres. Im Studio im Herzogskasten (➳ Hallstraße 2, 85049 Ingolstadt) wird Krechel ihren Roman vorstellen, der von existentiell gefährdeten Frauen und politscher Gewalt erzählt. Es moderiert Elisabeth Zeitler-Boos.
Sehr geehrte Frau Ministerin ist ein radikal gegenwärtiger Roman über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern. Mit einer Sprachkraft, die Staunen macht, erzählt die preisgekrönte Schriftstellerin Ursula Krechel von symbiotischer Mutterschaft, von existenziell gefährdeten Frauen und von politischer Gewalt. Bereits die Jury des Georg-Büchner-Preises hielt 2025 zu Krechel fest: »Das Thema der Selbstbehauptung, Wiederentdeckung und Fortentwicklung weiblicher Autorschaft zieht sich als roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen.«
Mit seiner Mutter sprechen zu müssen, ist für den Sohn von Eva Patarak ein Staatsverbrechen. Für Eva hingegen ist es ein Verbrechen, dass ihr Sohn und sie offenbar ausspioniert werden. Welches Ziel verfolgt die Lateinlehrerin Silke Aschauer mit ihrer Observation? Will sie etwa einen Roman schreiben? Bieten die grausamen Familienverhältnisse der Antike, die sie für den Unterricht aufbereitet, nicht ausreichend Stoff für Faszination? Fest steht nur: Silke hält längst nicht alle Fäden in der Hand, denn ihr eigener Körper hat einen blutigen Aufstand gegen sie angezettelt, der sie in die Rolle der Patientin zwingt.
In ihrer Ohnmacht wenden sich beide Frauen an die Justizministerin – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie die Staatsvertreterin damit bringen. Ursula Krechel schreibt in ihrem hoch politischen und stilistisch herausragenden Roman eine Kulturgeschichte aller Frauen – von einer römischen Kaisermutter zu einer Studienrätin, von einer Verkäuferin in einem kleinen Kräuterimperium zu einer Ministerin. Es ist die Geschichte ihres Widerstands gegen die Gewalt, die ihnen physisch und psychisch zugemutet wird.
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Ingolstädter Literaturtage 2026: das weitere Programm
Die Ingolstädter Literaturtage gehen damit in die Zielgerade. Am Sonntag, 26. April (14 Uhr, ab 5 Jahre) liest die preisgekrönte Kinderbuchautorin Stephanie Schneider im KAP94 (➳ Jahnstraße 1a, 85049 Ingolstadt) ➠ TICKETS. Zuvor findet am Freitag, 24. April (Neue Welt, 19 Uhr) die Literarische Nacht mit regionalen Schriftstellerinnen und Schriftstellern des Ingolstädter Autorenkreises statt, hier werden zudem die jeweils Erstplatzierten der beiden höheren Altersgruppen beim Schanzer Schreibwettbewerb für Schülerinnen un Schüler ihre prämierten Geschichten vortragen.
Einen Workshop zur Inszenierung des Theaterstückes »Sterntagebücher« gibt es am Sonntag, 26. April (16 bis 18 Uhr) im Stadttheater ➽ MEHR ERFAHREN. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung unter: theatervermittlung@ingolstadt.de. TICKETS für die anschließende Vorstellung Sterntagebüchergibt es online auf Eventim Anzeige , im Westpark Ingolstadt sowie über ticket-regional.de.
Schon zwei Tage später steht eine Premiere auf dem Programm (Di, 28.4.). Die Kinder des THEATERSPIELCLUBS zeigen eine szenische Lesung mit dem Titel »Held*innen«, Eintritt frei.
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