Mit Bildergalerie ★ Wie lebte es sich in Augsburg vor 100 Jahren? Der neue Band »Augsburg in der Weimarer Republik« beleuchtet das Leben in den Goldenen Zwanzigern in der Brechtstadt. Die Historikerin Dr. Renate Weggel greift dabei auf bisher überwiegend ungenutzten Quellen zurück.
Augsburg in den 1920er Jahren – ein spannendes, aber weitgehend unerforschtes Jahrzehnt. Wie lebte es sich in Augsburg vor 100 Jahren? Wie beeinflusste die ‚große‘ Politik die Entscheidungen vor Ort? Welche Rolle spielte die NSDAP? Entstand in den angeblich Goldenen Zwanzigern wirklich eine neue Lebensqualität? Wie »modern« wurde die Stadt?
In ihrem neuen Buch 📖 Augsburg in der Weimarer Republik. Aufbruch, Stabilisierung, Kapitulation [Verlag Friedrich Pustet] leuchtet die Historikerin Dr. Renate Weggel diese spannende Epoche der Schwabenmetropole aus. Die Autorin verfasste bereits mehrere Publikationen zur Geschichte Augsburgs, z. B. zum Gymnasium bei St. Anna und zur jüdischen Gemeinde vor 1945.
– Alle Bilder: Sammlung Weggel –
Nun also die 1920er in Augsburg. Weggel zeichnet ein spannendes Bild aus jener Zeit. Sie war durch eine große Aufbruchsstimmung in Richtung Demokratie und Moderne gekennzeichnet, zugleich belasteten die Auswirkungen des verlorenen Krieges die Gesellschaft und die Wirtschaft. Daraus resultierten soziale Probleme. Die Weichen für den Aufstieg des Nationalsozialismus‘ wurden deshalb bereits relativ früh gestellt.
Daneben trugen Kunst und Kultur, die modernen Transportmittel und nicht zuletzt der Tourismus zu einem Lebensgefühl bei, das die Großstadt Augsburg prägte. Anhand von bisher überwiegend ungenutzten Quellen wird diese Zeit dargestellt, eingeordnet und erklärt, wie Augsburg sich im Kontext von Bayern und Reich doch eigenständig entwickeln konnte. ⟴ pm • auxlit
RENATE WEGGEL, Dr. phil., geboren 1955, StD i. R., Historikerin; ihr Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte Augsburgs im 19. und 20. Jahrhundert.
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