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Licht ins dunkle Mittelalter

Buchverlosung ★ Der Wandel von christlichen Glaubensinhalten im Verlauf des Mittelalters, dargestellt in der Lebenswelt der damals lebenden Menschen – das ist der Forschungsgegenstand, dem Prof. Dr. Martin Kaufhold, Uni Augsburg, sein aktuelles Buch gewidmet hat. auxlitera verlost 2 Exemplare des Buchs »Die abendländische Christenheit im Mittelalter«.

Mit 📖 Die abendländische Christenheit im Mittelalter [Herder] legt Prof. Dr. Martin Kaufhold, Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg, sein neues Werk vor. Sein Buch ist Resultat eines Forschungsprojekts, das die Entwicklung des Christentums vom 5. bis zum 15. Jahrhundert beleuchtet – von der Religion der Mächtigen zum Glauben aller Gesellschaftsschichten.

Vielfältig und durch einfache Lebensverhältnisse in unterschiedliche Glaubensgemeinschaften aufgeteilt – so gestaltete sich die christliche Religion im frühen Mittelalter. Erst im Lauf der folgenden tausend Jahre wurde aus den kleinen christlichen Gemeinschaften der Mächtigen unter der Führung von Königen eine Christenheit, die sich über ganz Europa erstreckte und Menschen aller Schichten umfasste. Dieser Wandlungsprozess brachte tiefgreifende Veränderungen und war von etlichen Konflikten und Neuanfängen begleitet.

Prof. Dr. Martin Kaufhold mit einem Exemplar seines neu erschienenen Buches »Die abendländische Christenheit im Mittelalter«. Foto: © Universität Augsburg/Peter Neidlinger

»Die Kirche sieht diese tausend Jahre in hohem Maße aus einer päpstlichen Perspektive, und für die Studierenden ist die Kirche und die Geschichte der Christenheit zunehmend ein fremdes Terrain. Dabei ist sie eine Geschichte voller Bewegung, voller ernsthafter – auch blutiger – Konflikte und voller menschlicher Erfahrungen mit Strahlkraft weit über das Mittelalter hinaus«, sagt Prof. Dr. Martin Kaufhold. Der Historiker hat die Wandlungen vom 5. bis zum 15. Jahrhundert daher im Rahmen seiner Forschungen aus der lebendigen Perspektive der handelnden Menschen dieser Zeit verfolgt.

Fokus auf der Lebenswelt der Menschen im Mittelalter

Über seine Forschung hat Prof. Dr. Martin Kaufhold das Buch veröffentlicht. Der Fokus liegt nicht auf der klassischen Geschichte der Institution oder der Päpste. Nah an den historischen Quellen versucht Prof. Dr. Martin Kaufhold vielmehr, die Glaubensüberzeugungen und die Lebenswelt der Menschen im Mittelalter in ihren Wechselwirkungen zu erfassen. »Bei näherem Hinsehen sehen wir Menschen, die die großen Fragen der Existenz sehr unterschiedlich beantworten – nicht nur in der Theorie, auch in ihrem praktischen Leben.«

LESEPROBE [media.herder.de]

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Erhältlich in folgenden Medienformaten: 📖 Buch • 💻 eBook [ePub]

Grundlegende Veränderung der Glaubensinhalte

Dabei zeigt sich, dass die fortschreitende Christianisierung der Bevölkerung die Glaubensinhalte deutlich veränderte: Galt das Christentum im Frühmittelalter noch als eine Religion der Sieger im Milieu der Könige und Krieger mit alttestamentarischen Vorbildern, so verschob sich die Aufmerksamkeit im ausgehenden Mittelalter des 14. und 15. Jahrhunderts auf das Vorbild des Menschen Jesus von Nazareth am Kreuz, dem Angehörige aller Gesellschaftsschichten nachfolgen wollten. »Das große Bild verändert sich grundlegend: von einer Religion der mächtigen Elite, die einen Gott wählt, der ihr zum Sieg verhilft (im frühen Mittelalter), zu einer Religion für sehr viele – auch einfache – Menschen, die einen Gott verehren, der durch sein Leiden für sie erreichbar wurde (im späten Mittelalter). Das ist ein grundlegender und spannender Wandel«, sagt Prof. Dr. Martin Kaufhold. ⟴ pm • auxlit

Das Buch präsentiert in 17 Kapiteln Zugänge zur Geschichte der mittelalterlichen Christenheit (5.-15. Jh.) aus der Perspektive unterschiedlicher Glaubenserfahrungen. Im Vordergrund stehen nicht die (kirchen-)geschichtlichen Ereignisse (Könige und Päpste, kirchliche Reformen, Krieg und Frieden). Die Darstellung versucht vielmehr, die Glaubensüberzeugungen, die wir erfassen können, und die Lebenswelt der Menschen im Mittelalter in ihren Wechselwirkungen zu begreifen.

Dabei zeigt sich, dass die fortschreitende Christianisierung der Bevölkerung die Inhalte des Glaubens deutlich veränderte. Beginnend als eine Religion der Sieger im Milieu der Könige und Krieger mit alttestamentarischen Vorbildern, verschob sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf das Vorbild des armen Jesus, dem Menschen aller Schichten nachfolgen wollten. Im ausgehenden Mittelalter (14./15. Jh.) gewinnt der Blick auf das Leiden Jesu von Nazaret die Oberhand, ein nahbarer Gott, der das eigene Leid erträglich werden ließ.

Im Zuge dieser Geschichte veränderte die christliche Religion ihr Gesicht enorm. Der Gott, der nach den Worten der frühmittelalterlichen Missionare auf fränkischen, englischen oder skandinavischen Stammesversammlungen den Sieg im Krieg schenkte, war zu einem Gott geworden, dessen offene Wunden die Gläubigen zu Tränen rührten. Sie mussten nun nicht mehr überzeugt, sondern wollten innerlich bewegt werden. Die Geschichte der Gewalt aus dem Glauben kommt ebenso zur Sprache wie die Verfolgungen Andersgläubiger, die Geschichte des Armutsideals, die Kenntnisse und Wirkungen der Schrift, die Rolle der Frau, die Welt der Magie. ⟴ pm • auxlit

★ VERLOSUNG!

auxlitera verlost 2 x 1 Exemplar des Buchs Die abendländische Christenheit im Mittelalter [Herder] von Prof. Dr. Martin Kaufhold. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, schreibe bis Sonntag, 3. Dezember 2025 (Einsendeschluss), eine E-Mail mit dem Betreff »Abendland« an redaktion@auxlitera.de

Ihre Adresse wird nach dem 3. Dezember 2025 nicht mehr gespeichert. Ihre E-Mail wird nicht an Dritte weitergegeben und Sie erhalten keine Werbemails von uns.

► Die Teilnahme am Gewinnspiel über automatisierte Verfahren (Gewinnspielclubs oder Gewinnspielserviceanbieter) ist ausgeschlossen.


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