Bildergalerie ★ Neuer Look für das Kleine Haus des Staatstheaters Augsburg: Das Architekturbüro Henn präsentiert optimierte Pläne. Ins Auge sticht eine kristalline Anmutung der Fassade aus semi-transparentem Recycle-Glas. Termin- und Kostentreue? Dies sei das klare Ziel. Und: Man spricht von einem Kulturgebäude, das dem europäischen Anspruch einer Metropole entspreche. Im Herbst sollen detaillierte Zahlen vorgestellt werden.
Für das Kleine Haus als zweiter Spielstätte des Staatstheaters Augsburg gibt es neue Pläne. Das Münchner ► Architekturbüro HENN, das für die Generalsanierung und den Neubau des Staatstheaters verantwortlich ist, hat seine Optimierungen für die Gestaltung des kleinen Hauses jetzt auch in einer Medienkonferenz präsentiert, zu der die Stadt Augsburg eingeladen hatte. Neu sind vor allem der äußere Auftritt sowie die geplante Raumaufteilung des geplanten Neubaus.
Die neue Fassade soll nach den Plänen des renommierten Architekturbüros HENN aus halbdurchsichtigem Glas gefertigt sein, wobei die Fassade zur Spitze des Gebäudes in Richtung Kennedy-Platz hin immer transparenter wird. Besonders dabei ist, dass zur Herstellung der Glasfassade recyceltes Material aus der Region Augsburg verwendet wird, das bewusst mit Blick auf Rückbaubarkeit, Energieverbrauch und Ressourcenschonung ausgewählt sei. Auch ein sommerlicher Wärmeschutz ist als Beitrag zur Klimaanpassung integriert.
– Grafiken: © Architekturbüro HENN –
Eigener Baukörper mit Verbindungen zum Großen Haus
Der Bau an der Volkartstraße, dessen dreieckiger Grundriss bestehen bleibt, will sich transparent für die gesamte Stadtgesellschaft öffnen und alle Bürgerinnen und Bürger einladen, am Geschehen im Inneren teilzuhaben. Mit der monolithischen Anmutung der geplanten Glasfassade auf einem Steinsockel setzt sich das Kleine Haus klar vom Großen Haus ab. Gleichzeitig übernimmt die wie ein Vorhang geschwungene Fassade Elemente aus der Steinfassade und der Decke des Zuschauerraums des Großen Hauses und stellt so eine Verbindung zwischen den Gebäuden her.
Der Entwurf basiert auf der bisherigen Planung des Architekturbüros Achatz, optimiert aber das äußere Erscheinungsbild und legt damit die Grundlage für ein neues architektonisches Wahrzeichen für Augsburg. »Mit der Neuorganisation des Projekts und dem Wechsel des Architekten hat sich die Chance auf einen echten Neustart eröffnet«, meint Baureferent Steffen Kercher. Mit einem frischem Blick auf Funktionalität, Gestaltung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit habe das neue Team des Architekturbüros HENN entscheidende Optimierungen vorgenommen.
– Grafiken: © Architekturbüro HENN –
»Die europäische Vision eines Theaters
für alle wird Wirklichkeit«
»Das Versprechen aus der Bürgerbeteiligung wird eingelöst«, sagt Kulturreferent Jürgen K. Enninger und ergänzt: »Hier entsteht ein Bau, der für eine demokratische Theaterauffassung steht. Dieser neuer Ort – hochmodern und ikonisch – steht in einer Reihe mit bestehenden kulturhistorischen Orten in Augsburg und wird das Stadtbild nachhaltig prägen. Die transluzente Fassade gibt dabei Einblicke und öffnet auf diese Weise das Gebäude nach außen.« Das Kleine Haus werde damit zum »Dritten Ort«, der mehr Transparenz schaffe und Theater zu einem Ort des Verhandelns mache. Enninger: »Die europäische Vision eines Theaters für alle wird Wirklichkeit.«
Ebenfalls optimiert werden die funktionalen Flächen für Besucherinnen und Besucher des Kleinen Hauses. Das Erdgeschoss erhält ein großzügiges und lichtdurchflutetes Foyer mit einer Bar zur Fuggerstraße. Das Treppenhaus wird geöffnet. Foyer und Treppen bieten zukünftig Raum für ein lebendiges Kulturleben. Die Orientierung im Gebäude wird eindeutiger. Für Menschen mit Behinderung sind alle Flächen barrierefrei zugänglich.
»Ausrufezeichen im Theaterquartier«
Stefan Sinning, Managing Director bei HENN und verantwortlich für das Staatstheater Augsburg: »Das Kleine Haus ist ein Herzensprojekt mitten in der Innenstadt. Wir bauen ein modernes Gebäude, das sich gleichzeitig in die historische Umgebung einfügt. Wir möchten mit diesem Projekt den Augsburgerinnen und Augsburgern ein Kulturgebäude bauen, welches dem europäischen Anspruch dieser Metropole gerecht wird.« André Bücker, Intendant des Staatstheaters Augsburg freut sich: „Das neu gestaltete Kleine Haus ist ein faszinierendes Ausrufezeichen im Theaterquartier, das mit seiner markanten Form eine enorme Strahlkraft entwickeln und das Stadtbild bereichern wird. Der einzigartige sechseckige Multifunktionssaal im Inneren bietet für alle Kunstformen des Staatstheaters sowie für verschiedenste Veranstaltungen eine perfekte Bühne.« Die Vorfreude am Staatstheater sei riesengroß.
Im Herbst werden detaillierte Zahlen vorgestellt
Die vorgenommenen Optimierungen für das Kleine Haus sind im Vertrag, den die Stadt Augsburg mit dem Architekturbüro HENN geschlossen hat, bereits inkludiert, der Kostenrahmen, so teilt die Stadt mit, bleibt gewahrt. Das Architekturbüro HENN prüft aktuell sämtliche bisherigen Kostenansätze und gleicht diese mit der neuen Planung ab. Im Herbst werden Zahlen im Detail vorgestellt. Laut den Machern zeigt sich bereits jetzt das klare Ziel: Der im Projekt beschlossene Kostenrahmen solle, wie in der Ausschreibung der Stadt Augsburg vorgegeben, eingehalten werden. Auch entsprechen die optimierte Planung und die neue Fassade der Förderfähigkeit gemäß BayFAG durch den Freistaat Bayern. Bis Mitte 2030 soll der Bau des Kleinen Hauses, dessen Kellergeschosse bereits fertiggestellt sind, beendet sein. ⟴ pm • auxlit
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