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Von den Vorzügen, ein Schwein zu sein

περὶ τοῦ τὰ ἄλογα λόγῳ χρῆσθαι! Altgriechisch-Philologe Jochen Althoff seziert in seinem Vortrag Plutarchs Schrift »Gyrillos«. Diese schildert die Unterhaltung zwischen Odysseus und einem in ein Schwein verwandelten Menschen. Althoff wirft auch einen Blick auf die rhetorische Begabung des Borstenviehs.

Plutarchs Schrift Gryllos (περὶ τοῦ τὰ ἄλογα λόγῳ χρῆσθαι) ist innerhalb der sog. Moralia ein
einzigartig geistvolles Werk. In ihm ist eine Unterhaltung zwischen Odysseus und einem zu einem Schwein mutierten ehemaligen Menschen namens Gryllos gestaltet, die vom Rahmen her eng an das 10. Buch der Odyssee angelehnt ist. Gryllos ist einer jener Menschen, den Kirke in ein Tier verwandelt hat, und Odysseus möchte Kirke um seine Rückverwandlung bitten. Jedoch verleiht Kirke dem Gryllos zunächst eine menschliche Stimme, damit er sich selbst dazu äußern kann, ob er eine solche Rückverwandlung überhaupt wünscht.

Am Dienstag, 24. Juni (18.15 Uhr) hält Prof Dr. Jochen Althoff einen Vortrag über Plutarchs denkwürdige Schrift. Der Inhaber der Lehrstühle für Klassische Philologie / Gräzistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz analysiert Aufbau, Argumentation und Verlauf des Gesprächs sowie seine philosophischen Hintergründe und wirft auch einen Blick auf die rhetorische Begabung und Rechtschaffenheit unseres redenden Schweins. Der öffentliche Vortrag findet statt im HS III im Hörsaalzentrum (Gebäude C) an der Universität Augsburg.

Veranstalter ist das Altertumswissenschaftliche Kolloquium im Sommersemester 2025 an der Uni Augsburg, repräsentiert durch Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie) und Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte). ⟴ pm • auxlit


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