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»Schwäbisches Gedächtnis 2.0«

Die zentrale Forschungsbibliothek für Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit macht sich zukunftsbereit: Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg. Die Stadt beteiligt sich am Projekt mit 1,4 Mio. Euro. Architekt Max Dudler: »Hier können die Augsburger bald gemeinsam lernen, studieren, dösen, träumen und flirten.«

Im Jahr 2022 begannen die ersten baulichen Vorabmaßnahmen für den Erweiterungsbau und die Sanierung deStaats- und Stadtbibliothek Augsburg, ab 2023 folgten archäologische Grabungen und der Aushub der Baugrube. Nun wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Feierlich wurde nun der Grundstein für den Erweiterungsbau der traditionsreichen Augsburger Bibliothek gelegt – im Beisein von Ministerialdirektorin Stephanie Jacobs, Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, Dr. Dorothea Sommer, Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek, Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Augsburg, des Architekten Max Dudler und zahlreicher Projektbeteiligter.

Das Bauprojekt inklusive der Neuanlage der Freiflächen, für das 62,5 Mio. Euro genehmigt wurden, soll 2027 abgeschlossen sein. Damit liegt der Baufortschritt derzeit im Zeitplan. Mit der Sanierung des Baudenkmals an der Augsburger Schaezlerstraße und der Errichtung eines modernen Erweiterungsbaus soll die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg in ihrer Funktion als zentrale Forschungsbibliothek für Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit gestärkt und sichtbarer gemacht werden.

Entworfen und gestaltet wurde der Neubau vom renommierten Architekturbüro Max Dudler, Berlin, das 2016 als Sieger aus einem vom Staatlichen Bauamt Augsburg durchgeführten Architekturwettbewerb hervorging. Der Neubau, ein rechteckiger Baukörper, der dem Bestandsbau gegenübergestellt wird, erhält u.a. zwei Untergeschosse mit Magazinflächen für rund 700.000 Bände und einem Tresorbereich. Im Obergeschoss wird ein moderner Lesesaal mit einem umfangreichen Präsenzbestand eingerichtet. Im Altbau wird u.a. ein Ausstellungsraum mit neuester Sicherheits- und Klimatechnik geplant.

👷 📚 Bauen für Wissenschaft, Forschung und Kultur

Bei der feierlichen Grundsteinlegung: Ministrialdirektorin Stephanie Jacobs, Amtschefin im Wissenschaftsministerium, mit Bibliotheksleiter Dr. Karl-Georg Pfändtner. • Foto: SuStb Augsburg

Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume: »Vom traditionsreichen Kulturort zum schwäbischen Begegnungsort und innovativen Forschungshort: In Augsburg bauen wir unser schwäbisches Gedächtnis 2.0. Mit dem Erweiterungsbau für die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg eröffnen wir zukunftsfeste Perspektiven für eine der ältesten bestehenden öffentlichen Bibliotheken Deutschlands. Wir investieren rund 63 Millionen Euro in Barrierefreiheit, neue Forschungs-, Veranstaltungs- und Aufenthaltsräume. Ich bin sicher: Die Neuauflage der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg ist eine großartige Bereicherung für die Stadtgesellschaft.«

Auch Dr. Dorothea Sommer, Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek, der die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg unmittelbar nachgeordnet ist, freut sich auf die Vollendung des Bibliotheksbaus: »Die Sanierung und Erweiterung der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg wird entscheidend zur Profilierung der Bibliothek zu einer regional orientierten Archiv- und Forschungsbibliothek für die Stadt Augsburg, für Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit im Verbund mit den Staatlichen Bibliotheken Bayerns beitragen. Seit 1537 repräsentiert sie mit ihren überregionalen Sammlungen das kulturelle Gedächtnis von Stadt und Region. Zukünftig werden in einem erweiterten und modernen Gebäudeensemble vielfältige Formen der Nutzung dieser Sammlungen ermöglicht werden.«

Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Augsburg, sagt, dass das Gesamtprojekt aus Generalsanierung und Modernisierung des bestehenden Baudenkmals und dem Erweiterungsneubau aktuell im Zeit- und Kostenrahmen liege. Die beengte, innerstädtische Lage stelle dabei hohe Anforderungen an die Baustellenlogistik. »Wir wollen die durchgehende Barrierefreiheit aller öffentlichen Bereiche der Staats- und Stadtbibliothek im Endzustand gewährleisten.«

Architekt Max Dudler sieht Bibliotheken als Orte des Austausches: »Hier können die Augsburger bald gemeinsam lernen, studieren, dösen, träumen und flirten. Das ist die wichtigste Funktion dieser neuen alten Bibliothek!« Der Entwurf für die Staats- und Stadtbibliothek inszeniere das Thema des Austausches zugleich als Dialog zwischen dem prächtigen Bestandsbau und dem komplementären Neubau. »Durch den Zubau wird aus dem solitären Bibliotheksbau im Park ein Bibliotheks-Ensemble, welches sich über einen kleinen Vorplatz raffiniert mit seinem Gegenüber verbindet und eine neue städtebauliche Platz- und Parkraumfolge organisiert. Die große Geschichte dieser Institution wird für die Zukunft weitergebaut.«

In einem nächsten Schritt wird nun der Rohbau des Erweiterungsbaus erstellt. Eine Besonderheit bildet die Tatsache, dass bei der Baumaßnahme auch Flächen der Stadt Augsburg überplant wurden. Die Stadt beteiligt sich daher am Projekt mit 1,4 Mio. Euro. ⟴ pm • auxlit

Über die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg:

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg geht auf die 1537 gegründete Augsburger Stadtbibliothek zurück und gehört zu den bedeutenden spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Sammlungen Deutschlands. Als regional orientierte Forschungsbibliothek für die frühere Reichsstadt Augsburg, Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit besitzt sie mehr als 600.000 Bände, etwa 4.000 Handschriften, dazu 6.500 Autografen, fast 2.800 Inkunabeln, 25.500 grafische Blätter und eine umfangreiche Sammlung zu Bertolt Brecht. Sämtliche Publikationen der Region werden archiviert, und der Bestand wird laufend ergänzt mit Erwerbungen von Alten Drucken, Sammlungen und Nachlässen aus und zu Bayerisch-Schwaben.


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