Schulbegleiterin und Jungschauspielerin Asya Sen zu Gast in der 𝒂𝒖𝒙𝒍𝒊𝒕𝒆𝒓𝒂-Serie »Lesezeichen«. Die 18-jährige Augsburgerin engagiert sich am Staatstheater Augsburg im Club Performance. Am 2., 3. und 4. Mai ist Asya Sen hier mit weiteren Darstellenden in »Ich glaub ich hab nen Vogel« im Kühlergebäude im Gaswerk zu sehen. Asya Sen gab auxlitera Einblick in ihre Lesewelt und Lesegewohnheiten.
LESEZEICHEN • 9 Fragen an Asya Sen
– Jungschauspielerin & Mitglied des Clubs »Performance« –
► Meistens lese ich abends, um abzuschalten, auf andere Gedanken zu kommen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Bücher sind für mich eine Quelle der Inspiration, Ruhe und Verständnis. Sie sind für mich ein Rückzugsort und eine Gelegenheit zur Selbsterkundung. Das Lesen hilft mir dabei, Abstand zu gewinnen und mich gleichzeitig selbst zu finden.
◼️ Welche Zeitschriften/Periodika lesen Sie? Haben Sie Abonnements?
► Ich bin ehrlich, die letzte Zeitung, die ich in der Hand hatte, war vermutlich in der 8./9. Klasse. Mittlerweile verfolge ich alle Neuigkeiten über soziale Medien.
◼️ Haben Sie einen oder eine Lieblingsautor/-in? Wo würden Sie sich gerne mit ihm / ihr treffen?
► Ein/e konkrete Lieblingsautor/-in habe ich nicht. Für mich ist nur der Inhalt wichtig, um mich von einem Buch zu überzeugen. Aber meine zukünftige Lieblingsautorin wird mit Sicherheit meine Schwester (Azra Sen) sein, deren unveröffentlichte Auszüge ich ab und zu mal lesen darf. Aber hätte ich einen Lieblingsautor, würde ich diesen gerne in der Altstadt treffen.
◼️ An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich noch lebhaft erinnern?
► Meine Kindheit haben auf jeden Fall die beiden Buchreihen Rico & Oskar sowie Bibi & Tina geprägt. Rico & Oskar haben mir gezeigt, wie wertvoll Freundschaft ist, besonders wenn man ein bisschen anders tickt als andere. Zudem mochte ich ihre Abenteuer, da sie eine Mischung aus Humor und Tiefgang beinhielten. Bibi & Tina haben in mir die Sehnsucht nach Freiheit, Abenteuer und vor allem Singen geweckt.
◼️ Welches Buch (oder welche Begegnung mit einem schriftlichen Periodikum) hat Sie geprägt? Und wie und warum?
► I’m Glad My Mom Died von Jennette McCurdy hat mich stark geprägt. Es zeigt wie viel hinter der Kamera oft ganz anders läuft, als es nach außen scheint. Ihre Ehrlichkeit, der Mut zur Selbstbefreiung und die Mischung aus Schmerz und Humor haben mich tief beeindruckt. Das Buch hat mir deutlich gemacht, wie wichtig es ist, seine eigene Geschichte zu erzählen und für sich selbst einzustehen.
◼️ Wenn Sie selbst ein Buch schreiben würden, was für eines wäre es, worüber ginge es? Und verraten Sie uns seinen Titel?
► Wenn ich ein Buch schreiben würde, wäre es ein Pädagogisches oder Psychologisches. Vermutlich über die kindliche Entwicklung, Erfahrung oder Rolle der Psyche, da es mich sehr fasziniert, wie früh Erfahrungen Menschen prägen und wie man Kindern dabei helfen kann, sich gesund und selbstbewusst zu entwickeln. Ein passender Titel könnte lauten: Kleine Seelen, große Wirkung, da ich finde, dass Kinder unsere Zukunft sind.
◼️ Welche/r Nicht-Literat/in sollte Ihrer Meinung nach mal ein Buch schreiben und worüber?
► Ich fände es spannend, wenn Sofia Carson eine Biografie schreiben würde. Eines in dem sie ihren Weg zwischen Musik, Schauspiel, Disziplin und Selbstverwirklichung dokumentiert. Sie wirkt immer sehr kontrolliert und elegant, aber ich würde gerne davon erfahren wollen, was in ihrem innersten vor sich geht und sie antreibt. Der Titel des Buchs könnte lauten: Between singing, dancing, acting and living – My Journey.
◼️ Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
► Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war Das Café am Rande der Welt von John Strelecky.
Lesarten ▣ Schnellcheck:
👓 • Lesebrille? – Nein
📖 💻 • Buch oder E-Book? – Buch
📑 • Lieblingslesezeichen? – Selbst erstelltes Lesezeichen mit Familienbildern
📚 • Hardcover oder Taschenbuch? – Taschenbuch
🛒 • Lieblingsbuchhandlung? – Thalia Augsburg
ASYA SEN: meine ❺ Lieblingsbücher
• Jennette McCurdy: I’m Glad My Mom Died
• John Strelecky: Das Café am Rande der Welt
• Mona Kasten: Save Me
• Sabahattin Ali: Kürk Mantolu Madonna
• Asli Arslan: Sokak Nöbetcileri
⸛ Konzept & Fragen: Martin Schmidt
► Bisher schon in der Reihe Lesezeichen zu Gast:
• #10 Adriana Gabrian • Violinistin und Mitglied der Augsburger Philharmoniker – »Perspektiven verstehen und weiterentwickeln«
• #9 Tobias Klein • Leiter des Kulturamts Ingolstadt – »Kein einzelnes Buch, sondern das Lesen an sich hat mich geprägt«
• #8 Rüdiger Hofmann • Comedian-Urgestein – Was liest dieser Mann?!
• #7 Düzgün Polat • Diversity Trainer – Lesen gehört zur Lebensrealität
• #6 Cordula Weimann • »Omas for Future«-Gründerin – Lesen und Handeln
• #5 Klaus Rattenbacher • Gründervater des Donauwörther Poetry Slams – Sich durch das Buch fressen und sofort zu Ende lesen
• #4 Martin Sailer • Landrat des Landkreises Augsburg und Bezirkstagspräsident des Bezirks Schwaben – L wie Landrat, L wie Lesen
•#3 Anja Güthoff • Bildende Künstlerin – Tierisch viel lesen
• #2 Gerald Bauer • Maler, Grafiker & Fotograf – Die Summe der Bücher.
• #1 Alexej Gerassimez • Perkussionist & Artist in Residence am Staatstheater Augsburg – Schlag auf Schlag: von Stefan Zweig bis Dune
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