Website-Icon auxlitera ★ 𝗹𝗶𝘁𝗲𝗿𝗮:𝗸𝘂𝗹:𝘁𝘂𝗿 ᴀᴜɢsʙᴜʀɢ, ʀᴇɢɪᴏɴ & ᴢᴇɴᴛʀᴀʟsᴄʜᴡᴀʙᴇɴ

Bilder eines – Gezeichneten

Ernst Grube (*1933) erfuhr als Kind jüdischen Herkunft Ausgrenzung und Verfolgung. Die Zeichnerin Hannah Brinkmann (*1990) spiegelt seinen Lebensweg in einer Graphic Novel. Nun stellen beide das Buch persönlich in Augsburg vor. Eine Lesung mit Podiumsdiskussion.

Ernst Grube (*1932 in München) erlebte als Kind jüdischer Herkunft Ausgrenzung und Verfolgung. Die 2024 erschienene Graphic Novel Zeit heilt keine Wunden [Avant-Verlag] stellt Grubes Lebensweg dem eines ehemaligen NS-Staatsanwalts gegenüber. Am Donnerstag, 3. April, stellen der Zeitzeuge Ernst Grube und die Zeichnerin Hannah Brinkmann (*1990) ihr gemeinsames Buch in Augsburg im Moritzsaal (19 Uhr) vor und lesen daraus. Anschließend findet ein Podiumsgespräch mit Ernst Grube, Hannah Brinkmann und Dr. Carmen Reichert, Direktorin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, statt. Die Graphic Novel wurde für den Comicbuchpreis 2024 nominiert.

Das Leben des Ernst Grube

Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Als Kind einer jüdischen Mutter erlebten er und seine Familie Entrechtung und Ausgrenzung. Im Februar 1945 wurde er mit seiner Mutter und den beiden Geschwistern nach Theresienstadt deportiert. Dort befreite ihn im Mai 1945 die Rote Armee.

Blick in die Graphic Novel • Bildmaterial: © Hannah Brinkmann / avant-verlag Berlin
Buchcover • © Hannah Brinkmann / avant-verlag Berlin

Nach dem Krieg engagierte sich Ernst Grube in der kommunistischen Bewegung der BRD. In den 1950er Jahren wird er wegen seiner politischen Aktivität verurteilt und inhaftiert. Vor dem Bundesgerichtshof steht Ernst Grube dem Richter Kurt Weber gegenüber, einst Erster Staatsanwalt unter den Nationalsozialisten. Er ist Vertreter einer Justiz, deren Antikommunismus in der noch jungen Bundesrepublik zu unverhältnismäßigen Urteilen führt.

In Zeit heilt keine Wunden aus der Feder von Hannah Brinkmann werden die Lebenslinien von Ernst Grube und Kurt Weber kontrastierend zueinander in Beziehung gesetzt. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München. Die Graphic Novel ist eine Hommage an Ernst Grube, dessen Lebensweg zeigt, dass es Verletzungen gibt, die nicht heilen. Sie erinnern uns daran, dass die Vergangenheit Teil unserer Gegenwart ist. ⟴ pm • auxlit

• Donnerstag, 3. April 2025 um 19 Uhr | Moritzsaal, Zeugplatz 5, 86150 Augsburg

TICKETS: Kartenreservierung beim Jüdischen Museum Augsburg Schwaben per Mail unter empfang@jmaugsburg.de oder Tel. 0821-513611 sowie Abendkasse. Eintritt: 8,00 € | 5,00 € ermäßigt.

jmaugsburg.de

Foto: Orla Conolly

ERNST GRUBE

Präsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V., Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) aktiv. Für sein lebenslanges Engagement zeichnete ihn seine Heimatstadt München mehrmals aus. Dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben ist er seit vielen Jahren eng verbunden und engagiert sich in der Jugendbildung z.B. in Zeitzeugen-Workshops. Auch bei der Gedenkfeier zur Befreiung am 8. Mai wirkte er 2024 mit.

Foto: Orla Conolly

HANNAH BRINKMANN

Gewann 2025 den Dortmunder Comic Preis und war für den Deutschen Comicbuchpreis 2024 nominiert. Im Jahr 2024 war sie eine der Initiator*innen und Mitwirkenden des Projekts Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus Hass und Rassismus. Sie studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften grafische Erzählung bei Anke Feuchtenberger mit Auslandsaufenthalten an der Shenkar School of Engineering and Design in Tel Aviv und der EESI in Angoulême.


Literatur will Menschlichkeit. auxlitera unterstützt Ärzte ohne Grenzen und WARchild. Bitte spenden auch Sie.



Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:

Sie erhalten je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie hier.

← Back

Deine Nachricht wurde gesendet

Warnung
Warnung
Warnung.

Die mobile Version verlassen