Eine Podiumsdiskussion in Augsburg gibt Einblick in die lebendige Sprachkultur. JMAS-Leiterin Carmen Reichert und Philip Schwartz präsentieren mit dem Talk die Veröffentlichung des Begleitkatalogs zur aktuellen Sonderausstellung Jiddisch. Jüdisch. Taitsch.
Zur Sonderausstellung Jiddisch. Jüdisch. Taitsch. in der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber (noch bis zum 29. Juni 2025) erscheint am Donnerstag, 20. März, der gleichnamige Katalog. In fünf Beiträgen bieten Expertinnen darin einen vertiefenden Einblick in die Themen der Ausstellung: Jiddisch wurde knapp acht Jahrhunderte lang in Süddeutschland geschrieben, gedruckt und gesprochen. Die Katalog-Veröffentlichung begehen am Donnerstag, 20. März (19 Uhr) die Leiterin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, Dr. Carmen Reichert, und Philip Schwartz mit einer Podiumsdiskussion, ebenfalls in der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber. Der Eintritt ist frei, Anmeldung: per Mail unter ► empfang@jmaugsburg.de oder Tel. 0821-513611.
Der ► Katalog (erscheint bei Hentrich & Hentrich) ► Anzeige beleuchtet Aspekte jiddischer Sprachgeschichte in Süddeutschland. Im 16. Jahrhundert erschienen die ersten jiddischen Druckerzeugnisse in Deutschland, wobei Augsburg und Schwaben eine bedeutende Rolle spielten. Auch Familien aus Kriegshaber (heute ein Stadtteil von Augsburg) nutzten sogar noch Anfang des 19. Jahrhunderts Jididsch in ihren schriftlichen Korrespondenzen.
Obwohl etwa die Hälfte der jiddischsprachigen Menschen in der Schoa ermordet wurde, hat die Sprache überlebt. Jiddisch wird weiterhin aktiv gesprochen, nicht nur in religiösen, sondern auch in säkularen Kreisen. Von Theateraufführungen über TV-Serien bis hin zu TikTok-Videos, Jiddisch ist auch im 21. Jahrhundert präsent.
Im Gespräch mit Carmen Reichert, Direktorin des JMAS, beleuchtet Philip Schwartz, Kulturjournalist und Dozent für die jiddische Sprache, das heutige jiddische Kulturleben: Welche Rolle spielt Jiddisch in der sogenannten jüdischen Orthodoxie? Wer spricht Jiddisch außer den streng religiösen Charedim und Chassidim? Was verbindet Jiddisch-Sprecherinnen mit der Sprache, was bedeutet sie ihnen? ⟴ pm • auxlit
Hier auxlitera-Newsletter abonnieren:
Sie erhalten je Woche 1 E-Mail mit einem Nachrichtenüberblick.
Sie können diese Benachrichtung jederzeit abbestellen.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke verwendet. Unsere Datenschutz-Erklärung finden Sie ► hier.

