Ein neuer Museumsführer lädt zu einem Rundgang durch das Augsburger Schaezlerpalais. Autor ist Dr. Christof Trepesch, leitender Museumsdirektor der Kunstsammlungen & Museen Augsburg.
Der neu erschienene Kurzführer Schaezlerpalais. Eine Reise durch Barock und Rokoko (Salz und Silber Verlag) lädt mit einer Reise durch Barock und Rokoko zu einem kurzweiligen Rundgang durch das Augsburger Schaezlerpalais ein. In kurzen und reichbebilderten Beiträgen erläutert Autor Dr. Christof Trepesch, seit 20 Jahren leitender Museumsdirektor der Kunstsammlungen & Museen Augsburg, welche Besonderheiten und Schätze das ehemalige Stadthaus der Familie von Schaezler heute beherbergt.
Der mit 112 Seiten Umfang handliche Band informiert über historische und stadtgeschichtliche Zusammenhänge ebenso wie über Aufbau und Funktion des bedeutenden Rokoko-Gebäudes. Durch die Kunstgalerien führt er Raum für Raum, ausgestellte Kunstwerke und Supraporten-Gemälde erklärend, bis zum architektonischen Höhepunkt: den prächtigen Rokoko-Festsaal. Der Kurzführer kostet 16 Euro und ist ab jetzt in den Museumsshops der Kunstsammlungen vor Ort sowie im Buchhandel erhältlich.
Fotos: Monika Harrer | Kunstsammlungen & Museen Stadt Augsburg
Bedeutendstes privates Wohn- und Geschäftshaus des 18. Jahrhunderts
Das Schaezlerpalais ist das bedeutendste und am besten erhaltene private Wohn- und Geschäftshaus des 18. Jahrhunderts in Augsburg. Der Gebäudekomplex liegt zentral an der Maximilianstraße, unmittelbar am Herkulesbrunnen. Heute ist das Haus als Kunstmuseum Teil der städtischen Kunstsammlungen & Museen Augsburg und deren Verwaltungssitz. Die prächtigen Rokoko-Räume beherbergen die Deutsche Barockgalerie, die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung, die Grafische Sammlung sowie die zentrale Verwaltung der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Der dazugehörige Garten hat sich zu einem beliebten öffentlichen Erholungs- und Veranstaltungsort entwickelt. Das rekonstruierte Erscheinungsbild vermittelt einen authentischen Eindruck der innerstädtischen Gartenkunst des 18. Jahrhunderts.
Der Name Schaezlerpalais wurde erst im 20. Jahrhundert nach der Schenkung des Gebäudes durch die damaligen Eigentümer, Baron Dr. Wolfgang von Schaezler und Baronin Hilda Sophia Helene von Schaezler, an die Stadt Augsburg geprägt. Der eigentliche Bauherr, Benedikt Adam von Liebert, Edler von Liebenhofen, der das Gebäude von 1765 bis 1770 errichten ließ, nannte es einfach Stadthaus zur Unterscheidung von seinen zahlreichen Landbesitzungen.
Der neue Museumsführer lädt ein, das Haus und seine Geschichte zu entdecken, ein Ort, wo einst die Patrizierfamilien Liebert und Schaezler wohnten, wo sie feierten, ihre Geschäfte führten und Kunstgenuss erlebten. Hier schwang der bayerische König das Tanzbein, eine Prinzessin lauschte einer eigens für sie komponierten Oper und die spätere französische Königin Marie-Antoinette machte auf ihrer Brautreise nach Paris Halt, um den prunkvollen Rokoko-Festsaal anno 1770 einzuweihen. Heute präsentiert das Kunst-Museum mit der Deutschen Barockgalerie und der Sammlung der Karl und Marlene Haberstock-Stiftung beeindruckende Kunstwerke aus Augsburg, Schwaben und weit darüber hinaus. Im Ambiente des stimmungsvollen Festsaals finden Konzerte und Veranstaltungen statt.
Geschichte, Galerieführer und Geheimnisse
Im Rahmen der Familien- und Hausgeschichte wird sogar das eine oder andere Geheimnis über das Schaezlerpalais verraten. Der Rundgang selbst geleitet durch die Räume des Museums, mit besonderem Augenmerk auf die Deutsche Barockgalerie in der ersten Etage. Er informiert über die wichtigsten Kunstwerke, die Gemälde über den Türen (Supraporten) und bietet zahlreiche interessante und wissenswerte Details. ⟴ pm • auxlit
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