Der Freistaat Bayern vergibt 14 Arbeitsstipendien. In Bayerisch-Schwaben gehen die Stipendien zwei Mal nach Augsburg: Ulrike Schrimpf und Christian Schmiedbauer.
Der Freistaat Bayern vergab im Dezember 2024 14 Arbeitstipendien für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Das Spektrum reicht dabei von Kinder- und Jugendliteratur über Lyrik bis hin zum Comic. Stipendien in Höhe von 88.000 Euro gingen nach Oberbayern, Niederbayern und Schwaben. In Schwaben erhielten zwei in Augsburger lebende Autoren die Stipendien: der Comic-Autor und Zeichner Christian Schmiedbauer und die Autorin und Lyrikerin Ulrike Schrimpf.
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt seit 2010 im Turnus von zwei Jahren auf Vorschlag einer Jury Arbeitsstipendien für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Die Stipendien sollen es einer Schriftstellerin bzw. einem Schriftsteller ermöglichen, sich ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang einem literarischen Vorhaben zu widmen. Die Stipendien sind bis zu 8.000 Euro dotiert.
Christian Schmiedbauer • Comic
Schmiedbauer erhält das Stipendium für seine Arbeit an Menschen am Fluss – Comictagebuch meiner Donaureise. Das Buch soll im März 2025 im Volk Verlag erscheinen. Der studierte Grafikdesigner, geboren 1976 in Straubing, wirkt er in Augsburg als Grafiker und Werkstattausbilder an der Staatlichen Fachoberschule. Als Comiczeichner macht sich Schmiedbauer mit der Reihe Kauboi und Kaktus einen Namen, seine Comicreihe Süßwasserpiraten wurde im Jahr 2016 von Spiegel online unter den elf besten deutschen Webcomics gelistet. Laudator Dr. Peter Czoik zeigte sich beeindruckt davon, wie es Schmiedbauer gelinge, mit minimalistischer Konzentration auf die Farben Blau und Weiß und dem stringenten Wechsel unterschiedlicher Stilmittel sein autobiografisches Comictagebuch als zwischenmenschliche Begegnung mit Anwohnern der Donau in eine eindrucksvolle, nachhaltige Erkundungstour zu verwandeln.
Ulrike Schrimpf • Prosa
Ulrike Schrimpf erhielt das Stipendium für ihre Prosaarbeit Das Schlafasyl (Arbeitstitel, Prosa). Schrimpf, geboren in Berlin, lebt seit 2023 in Augsburg als freie Schriftstellerin, Literaturkritikerin und Lektorin. Ulrike Schrimpf hat bislang u. a. zwei Lyrikbände publiziert, einen Roman, ein Theaterstück, einen Erzählungsband, ein erzählendes Sachbuch, fünf Kinderromane, Gespräche mit Yasmina Reza und diverse Fachbücher zur Medizinischen und Interkulturellen Fachkommunikation. Für ihre Arbeiten wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Max-Rubner-Preis für Innovation, u.a. mit dem Publikumspreis des Goldenen Pick und dem Arbeitsstipendium für Literatur für das Jahr 2022 der Stadt Wien. Laudatorin Prof. Dr. Marlene Zöhrer: »Mit ihrem multiperspektivisch angelegten Romanprojekt knüpft Ulrike Schrimpf an aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse an und lässt in der sprachlich dicht und präzise komponierten, von lyrischen Elementen durchzogenen Erzählung tief in die Seelen der Schlaflosen blicken.« ⟴ pm • auxlit
ÜBERSICHT: Alle Stipendiaten 2024 des Freistaats Bayern:
Natalie Buchholz (München), Und die Sterne fallen (Prosa)
Konstantin Ferstl (Abensberg), Marsfeld (Prosa)
Sara Gómez (München), kill your darling (Lyrik)
Franziska Höllbacher (Rosenheim), Antike Superstars (Comic)
Pierre Jarawan (München), Frau im Mond (Prosa)
Augusta Laar (Krailling), Nachrichten vom Schmerz (Lyrik)
Jutta Pilgram (München), Glaub mir (Comic)
Christian Schmiedbauer (Augsburg), Menschen am Fluss − Comictagebuch meiner Donaureise (Comic)
Ulrike Schrimpf (Augsburg), Das Schlafasyl (Prosa)
Tanja Schwarzenbach (Berg), Kirschenbaum (Kinder-/Jugendliteratur)
Steven Uhly (München), Chattogram. Reise ins Land der türkisfarbenen Blätter (Prosa)
Gunna Wendt (München), Liebe Mignon (Prosa)
David von Westphalen (Wolfratshausen), Fabian Tillero und das Portal des Vergessens (Kinder-/Jugendliteratur)
Marion Zechner (München), Lass mal leben (Kinder-/Jugendliteratur)
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