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Leitung für Brechtfestival 2026 – 2028 steht fest

Sahar Rahimi und Mark Schröppel folgen als künstlerisches Leitungsteam ab 2026 auf Julian Warner. Das Duo will »Gegenpol« zu gesellschaftlichen Spaltungsprozessen setzen. Das kommende Brechtfestival unter der Leitung von Julian Warner geht vom 21. Februar bis 2. März 2025.

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Von 2026 bis 2028 verleihen Regisseurin, Autorin und Performancekünstlerin Sahar Rahimi und Regisseur, Performer und Musiker Mark Schröppel dem Festival ihre Handschrift. Eine Jury mit lokalen und überregionalen Experten hatte im September die Auswahl getroffen. Mit der Zustimmung des städtischen Kulturausschusses am Mittwoch, 27. November, kann das neue Leitungs-Duo berufen werden.

Die Jury bestand aus einem zehnköpfigen Gremium aus lokalen und nationalen Experten sowie drei beratenden Personen ohne Stimmrecht. Der Personalvorschlag für die künftige künstlerische Leitung des Brechtfestivals Augsburg konnte sich in einem anonymisierten Auswahlverfahren gegen 25 weiteren internationalen Bewerbungen durchsetzen und die Jury in einem persönlichen Auswahlgespräch überzeugen.

Kulturreferent Jürgen Enninger: »Neue Impulse im Geiste Brechts«

»Das Konzept von Rahimi und Schröppel hat uns davon überzeugt, dass es die bundesweite und internationale Erfolgsgeschichte des Brechtfestivals»fortschreiben und gleichzeitig neue Impulse im Geiste Brechts und in der Auseinandersetzung mit seinem Werk setzen kann«, so Jury-Mitglied Kulturreferent Jürgen K. Enninger. »Ich freue mich sehr, dass zwei erfahrene Kunstschaffende gewonnen werden konnten, die das Zusammenkommen unterschiedlicher Menschen und gesellschaftlicher Gruppen im Rahmen des Brechtfestivals in den Fokus stellen. Was benötigen wir angesichts immer tiefer werdender Gräben in der Gesellschaft und ernster globaler Krisen mehr, als solche Möglichkeiten voll auszuschöpfen?«, so Enninger.

Idee der »erweiterten Inklusion« als künstlerischer Ansatz

Der Ansatz des Duos beruht auf der Idee der »erweiterten Inklusion« mit einem Fokus auf theatralen und performativen Formaten. »Inklusion bedeutet für uns zu erkennen, welche Potenziale und magischen Momente uns als Gesellschaft und als Institutionen entgehen, wenn wir ihren bisher ignorierten Perspektiven auf die Welt nicht zuhören. Unser Ansatz steht für den Versuch, Minderheiten mit Mehrheiten, Subkultur mit Hochkultur, progressiv mit konservativ, alt mit jung, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Zeichen eines zugänglichen künstlerischen Experiments zu vereinen. Wir wollen einen aktiven Gegenpol zu den aktuellen gesellschaftlichen Spaltungsprozessen setzen«, so Rahimi und Schröppel.

SAHAR RAHIMINI

Foto: Stadt Augsburg • Ruth Plössel



1981 in Teheran geboren, ist Regisseurin, Autorin und Performancekünstlerin.
Ihre Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich von Theater, Performance, Installation und Video. Der Fokus ihrer Arbeit liegt in kollektiven, partzipativen und inklusiven Kontexten. Sie studierte von 2003 bis 2008 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und ist Mitbegründerin der Performancegruppe Monster Truck. Monster Truck realisierte national und international Projekte, inszenierte und gastierte in der Freien Szene und am Stadtheater und erhielt 2019 den renommierten Tabori Preis für ihr Gesamtwerk. Als Solokünstlerin inszeniert Sahar Rahimi u.a. am Ballhaus Ost-Berlin, am Theater Basel und am Schauspielhaus Wien.

MARK SCHRÖPPEL

Foto: Stadt Augsburg • Ruth Plössel

(*1983), geboren und aufgewachsen in Augsburg, ist Regisseur, Performer und Musiker. Von 2005 bis 2012 studierte er am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaften und am Dartington College of Arts/UK. Als Mitbegründer der Performancegruppe SKART bzw. SKART & Masters of the Universe arbeitet er kollektiv und überwiegend mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Beeinträchtigung.

Produktionen von und mit ihm wurden u.a. auf Kampnagel Hamburg, den Münchner Kammerspielen, Hebbel am Ufer, den Sophiensaelen und dem Mousonturm Frankfurt gezeigt.


Brechtfestival 2025: Programm wird am 10. Dezember veröffentlicht

Das Programm des Brechtfestivals Augsburg 2025 steht indessen fest und wird am 10. Dezember 2024 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und veröffentlicht. Höhepunkt des Festivals ist ein zweitägiger Tanzmarathon unter dem Motto Die 48 Stunden von Augsburg, für den man sich aktuell unter ► brechtfestival.de registrieren kann. Wer mittanzt, kann 5000 Euro gewinnen, sich durch Augsburgs Migrationsgeschichte tanzen, oder nur zum Spaß dabei sein. Das dritte und letzte Brechtfestival unter der Leitung von Julian Warner findet vom 21. Februar bis 2. März 2025 an mehreren Spielorten in Augsburg statt. ⟴ pm • auxlit


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