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Bewahren und Schreiben, vom Gestern ins Heute

Das Biographiezentrum in Kaufering feiert 20-jähriges Jubiläum. Dr. Andreas Mäckler legte einst in Fuchstal bei Landsberg den Grundstein zur Gründung der Vereinigung deutschsprachiger Biografinnen und Biografen. Sie verfassen im Auftrag zusammen mit ihren Klienten schriftlich deren Lebensgeschichten.

Das Biographiezentrum wurde im Februar 2004 von dem Publizisten Dr. Andreas Mäckler in Fuchstal bei Landsberg am Lech als Zentrum für biographisches Schreiben gegründet und online der Öffentlichkeit vorgestellt. Inspiriert hatte ihn seine Freundin Martje Herzog, Ex-Frau des Filmregisseurs Werner Herzog, und die Mitgliedschaft im Syndikat – Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren. Seitdem hat sich das Biographiezentrum zu einer bedeutenden Plattform für den Austausch, die Vernetzung und Weiterentwicklung von Biografen im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Mit dem Ziel, die Kunst und das Handwerk der Auftragsbiografik zu fördern, unterstützt das Biographiezentrum seine Mitglieder in ihrem Streben, Lebensgeschichten für andere Menschen professionell als Buch, Film oder Hörbuch zu dokumentieren und die kulturelle Bedeutung biografischer Erinnerungen zu betonen. Heuer feiert das Biographiezentrum – die 2004 geläufige Schreibart mit ph wurde beibehalten – sein 20-Jähriges. Gründer Andreas Mäcklers Institution hat heute seinen Sitz in Kaufering.

✍️ Mitglieder in Deutschland, Schweiz und Österreich

Die Gründung des Biographiezentrums war eine Antwort auf die zunehmende Nachfrage nach professionellen und qualitativ hochwertigen Privatbiografien und Familiengeschichten, die weniger für den Buchmarkt ediert werden, sondern vielmehr als Nachlass für kommende Generationen. Immer mehr Menschen erkannten die Bedeutung, ihre eigenen Lebensgeschichten oder die ihrer Vorfahren festzuhalten und dafür biografische Ghostwriter zu engagieren. So entstand der Bedarf an einem Netzwerk von Experten, die sich dem Schreiben und Gestalten von Biografien und Autobiografien als Auftragswerk verschrieben haben. Heute zählt die Vereinigung rund 75 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die alle eines gemeinsam haben: die Leidenschaft, das Leben anderer Menschen auf einzigartige Weise als Buch, Film oder Hörbuch zu dokumentieren.

Mission und Ziele

Das Biographiezentrum setzt sich für hohe Standards im biografischen Schreiben ein. Dies umfasst die Förderung handwerklicher Fähigkeiten, die Etablierung von Qualitätskriterien und die kontinuierliche Weiterbildung seiner Mitglieder. Außerdem bietet es eine Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Biografen. Durch regelmäßige Treffen, Workshops und Tagungen können sich die Mitglieder austauschen, voneinander lernen und neue Impulse für ihre Arbeit gewinnen. Die Vereinigung setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für die Bedeutung von Biografien, Autobiografien und Familiengeschichten in der Gesellschaft zu stärken.

Dr. Andreas Mäckler, Gründer des Biographiezentrums.

Durch Publikationen, Veranstaltungen und Kooperationen mit kulturellen Institutionen soll das biografische Schreiben einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein besonderes Anliegen des Biographiezentrums ist die Förderung des Nachwuchses. Durch Mentoring-Programme, Wettbewerbe wie den Deutschen Biographiepreis und spezielle Workshops werden junge Talente unterstützt und in ihrer Entwicklung begleitet.

Aktivitäten und Angebote

Die Jahrestagung des Biographiezentrums in jährlich wechselnden Städten ist ein zentraler Treffpunkt für Mitglieder und Interessierte. Hier werden aktuelle Themen diskutiert, neue Projekte vorgestellt und Best-Practice-Beispiele präsentiert. Höhepunkt ist eine öffentliche Lesung von Biografien am Samstagabend. Das Biographiezentrum gibt Publikationen heraus, die sich mit verschiedenen Aspekten der Biografiearbeit beschäftigen. Dazu gehören Sammelbände, Fachartikel und Leitfäden, die sowohl den Mitgliedern als auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Bedeutung der Biografiearbeit

»Die Arbeit des Biographiezentrums ist von großer kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung. Biografien sind nicht nur eine Möglichkeit, individuelle Lebensgeschichten zu dokumentieren, sondern sie tragen auch zur Bewahrung der kulturellen Identität bei«, sagt Dr. Andreas Mäckler. »Durch die Aufarbeitung persönlicher Erfahrungen und Lebenswege ihrer Kunden leisten Biografen einen wichtigen Beitrag zur Geschichtsschreibung und zur Reflexion über gesellschaftliche Entwicklungen. In einer Zeit, in der die Digitalisierung und Globalisierung tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen, gewinnt das Erzählen individueller Geschichten zunehmend an Bedeutung. Biografien bieten eine Möglichkeit, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken und festzuhalten.« Biografien, so Mäckler, schaffen Identifikationspunkte, vermitteln Werte und bieten Orientierung in einer komplexen Welt.

Ausblick und Zukunftsperspektiven

Das Biographiezentrum blickt optimistisch in die Zukunft. Die zunehmende öffentliche Wahrnehmung der Biografiearbeit zeigt, dass das Bedürfnis nach gut erzählten Lebensgeschichten ungebrochen ist. Für die kommenden Jahre hat sich das Biographiezentrum vorgenommen, seine Angebote weiter auszubauen und neue Zielgruppen zu erschließen. Insbesondere die verstärkte Einbindung digitaler Medien und neuer Formate in die Biografiearbeit wird eine zentrale Rolle spielen.

Durch die Kombination traditioneller biografischer Methoden mit modernen Technologien sollen neue Wege des Erzählens und Dokumentierens erschlossen werden. In einer Welt, die zunehmend von Anonymität und Schnelllebigkeit geprägt ist, setzen die Mitglieder des Biographiezentrums einen bewussten Kontrapunkt: Es stellt den Menschen und seine Geschichte in den Mittelpunkt und erinnert uns daran, dass jeder Mensch eine einzigartige Geschichte zu erzählen hat. ⟴ pm • auxlit

► WEITERLESEN: Dr. Andreas Mäckler, Biografik-Experte, Kursleiter für biografisches Schreiben und Gründer des Biographiezentrums, zu Gast bei Speak & Spell • subtext sprache, dem auxlitera-Fragebogen über Sprache, Sprechen & Worte.

🗎 Chronik des Biographiezentrums 2004 – 2024 [pdf, biographiezentrum.de]


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