An Friedbergs neuem Kulturort Club 20 liest am Freitag, 12. Juli, die Schauspielerin Marie Theres Relin.
Die Schauspielerin und Bestseller-Autorin Marie Theres Relin liest am Freitag, 12. Juli (19 Uhr), in Friedberg. In der neuen Friedberger Kulturstätte Club 20 trägt die Tochter von Maria Schell und frühere Frau des Dramatikers und Schauspielers Franz Xaver Kroetz aus dem Buch 🛒 Szenen keiner Ehe (dtv) ► Anzeige vor, welches sie zusammen mit Kroetz verfasste. Der Kulturort Club 20 liegt in der Schmiedgasse 20, unter der Galerie der Friedberger Künstlerin Monika Mendat. Karten im Vorverkauf gibt es bei Patchwork, Tel. 0821 3193201, Bauernbräustraße 4, 86316 Friedberg, Anmeldung unter ► info@patchwork-friedberg.de
Marie Theres Relin wurde 1966 in eine Künstlerfamilie geboren. Ihre Karriere als Schauspielerin endete, als sie sich in den Dramatiker Franz Xaver Kroetz verliebte. Mit nur 28 Jahren schon dreifache Mutter, führte sie fortan erfolgreich das Familienunternehmen – bis zur Scheidung 2006. Dank ihrer Hausfrauenrevolution erschrieb sie sich ihre Unabhängigkeit, einen neuen Beruf und mutierte sogar zur Bestsellerautorin. Sie versteht sich als Frauenrechtlerin und wird nicht müde, sich immer wieder neu zu erfinden, beispielsweise als Reiseveranstalterin oder mit ihren Region18-Kinoevents (u. a. Kino Frauen aller Kulturen). Seit zwei Jahrzehnten forderte Relin Frauen auf, ihre Sprachlosigkeit zu durchbrechen. Sie selbst aber schwieg. Bis zu ihrem Buch Szenen einer Ehe. Relin lebt in Wasserburg am Inn und auf Teneriffa. ⟴ auxlit • pm • verlagstext dtv
Marie Theres Relin & Franz Xaver Kroetz
Szenen keiner Ehe
dtv
Wenn aus einer langen Beziehung Literatur wird
Es ist der Wunsch von Franz Xaver Kroetz, noch einmal mit seiner Ex-Frau einige Wochen auf Teneriffa zu verbringen, wo sie lange zusammen gelebt haben. Marie Theres Relin willigt ein. Und sie vereinbaren, dass beide getrennt aufschreiben, was ihnen in diesen zwei Monaten durch den Kopf geht. Vernarbte Wunden beginnen wieder zu jucken, alte Zuneigung erwacht. Sie kämpft mit Rückschlägen als Schauspielerin und hat Existenzsorgen, er plagt sich mit dem Alter und als Dramatiker, schafft es aber, eine grandiose Figur zu entwickeln: „ich“.
So stark, so beklemmend, so kurzweilig wurde lange nicht über die Paarbeziehung nachgedacht und geschrieben. Wir wissen nicht, wie es weitergeht mit den beiden, aber die Texte bleiben für immer miteinander verbunden. ~ verlagstext
SIE: »Anfangs maulte er ein wenig, am Schluss war er happy. Hätte ich innerhalb der Ehe öfters mal die Ruhe bewahrt, es wäre uns einiger Stress erspart geblieben.«
ER: »Die Ex war der Motor der Familie. Was vor 16 Jahren für sie die ultimative Befreiung war, war für mich ein plötzliches Leben ohne Motor. Jetzt ist sie wieder Motor und lenkt mich so, dass ich ganz vergesse, dass ich eigentlich total unglücklich bin.«
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