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Augsburg, Italiens nördlichste Kunststadt.

Ein neuer Kunstband portraitiert Holbein, Burgkmair und die Zeit der Fugger. Die Renaissancestadt Augsburg bildet das thematische Epizentrum des Katalogs zur Ausstellung »Holbein und die Renaissance im Norden« im Städel Museum Frankfurt.

Neben Albrecht Dürer gelten Hans Holbein d. Ä. und Hans Burgkmair als Wegbereiter der Renaissancemalerei im Norden. Wichtiges Zentrum dieser künstlerischen Blütezeit war die wohlhabende Reichs- und Handelsstadt Augsburg. Anhand hochkarätiger Werke bietet der Band Renaissance im Norden. Holbein, Burgkmair und die Zeit der Fugger (Hirmer) einen umfassenden Einblick in den epochalen Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit.

Der prachtvolle Band mit mehreren kunsthistorischen Essays ist der Begleitkatalog zur derzeit im Frankfurter Städel Museum zu sehenden Ausstellung Holbein und die Renaissance im Norden (noch bis 18. Februar 2024). Gleichzeitig zum Katalog ist dort auch eine 48-seitige Broschüre Holbein und die Renaissance im Norden erhältlich.

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Pressefreigabe der Bilder durch: Hirmer Verlag

Christof Trepesch, der Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, mit zwei der Putten aus der Fuggerkapelle in St. Anna, die derzeit im Frankfurter Städel Museum zu sehen sind. • Foto: Christof Trepesch / Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Aus dem Bestand des Augsburger Maximilianmuseums sind einige Leihgaben in der Frankfurter Ausstellung zu sehen. Unter anderem zwei der Putti, die der Bildhauer Hans Daucher ursprünglich für die Fuggerkapelle in St. Anna geschaffen hatte. Als Leihgabe des Maximilianmuseums nach Frankfurt ging auch die bronzene Brunnenfigur des Gottes Merkur, dessen Gussform der niederländische Bildhauer Adriaen de Vries um 1600 für die Reichsstadt Augsburg modelliert hat.

Allein am eleganten Hüftschwung des Götterboten soll de Vries etliche Jahre lang gearbeitet haben. Nach seiner Arbeit am Merkurbrunnen und am Herkulesbrunnen – beide seit 2019 Objekte des UNESCO-Welterbes Augsburger Wassermanagement-System – wurde der Niederländer vom Kaiser als Hofbildhauer nach Prag gerufen. Weiter hinauf auf der Karriereleiter ging nicht.

Augsburg – Nährboden für eine neue Kunst

Der zur Ausstellung erschienene, 360-seitige Kunstband zeigt, wie Augsburg früh von der humanistischen Kultur Italiens beeinflusst wurde. Aufgrund der Kunstsinnigkeit international agierender Handelshäuser, wie der Fugger, der zahlreichen Aufenthalte Kaiser Maximilians I. und der häufigen Reichstage bot die Kulturmetropole Künstlern wie Holbein d. Ä. und Burgkmair einen idealen Nährboden für die Entwicklung einer neuen Kunst. Anhand ihrer wichtigsten Tafelbilder, die unter anderem Werken von Dürer gegenübergestellt werden, wird die überaus fruchtbare wie auch unterschiedliche Aneignung der italienischen Renaissance durch die beiden Protagonisten nachgezeichnet.

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Pressefreigabe der Bilder durch: Hirmer Verlag

Neun kunsthistorische Essays und fünf thematische Bildkapitel umfasst der Kunstband. Andreas Tacke zeichnet – der Beitrag zitiert den alten derben Spruch »Der Teüfel scheißt vff den grossen hauffen« – Augsburg als Kunstzentrum der Vormoderne nach. Guido Messing beleuchtet Holbeins und Burgkmair als Künstler in Augsburg. Das Beziehungs-Trio Hans Holbein d.Ä., Michael und Gregor Erhart untersucht Manuel Teget-Welz. Die Beziehung zu Italien von Burgkmair wiederum zeichnet Ulrich Söding in seinem Beitrag nach.

Welche Impulse Albrecht Dürer und Jakob Fugger für das Augsburger Kunstschaffen gaben, stellt Friederike Schütt vor. Bodo Brinkmann untersucht ein »Family Business«: nämlich mit seinen Mutmaßungen über die Malerfamilie Hobein im Jahr 1512. Die Lernerfahrungen Holbein d.J. in Augsburg und dessen erstes Schaffensjahrzehnt in Basel beschreibt und untersucht Jochen Sander. Armin Kunz wirft einen Blick auf die Druckgraphik in Augsburg, Heidrun Lange-Krach begibt sich auf eine Quellensuche nach Holbeins Spuren in Augsburg.

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Pressefreigabe der Bilder durch: Hirmer Verlag

Die ausführlich kommentierten fünf Bildteile sind in thematische Kapiteln zusammengefasst: • Augsburg um 1500. Neue Themen, neue Techniken, neue MöglichkeitenHolbein und Burgkmair • Die Fugger, die Fuggerkapelle und DürerViel Neues: Auftraggeber in Augsburg und • Von Augsburg nach Basel: Holbeins Söhne. Bibliografie und Bildnachweis runden einen anspruchsvoll gestalteten Band ab, der auch in seinem Format von 24 x 28 cm ansprechend ist. Einzig vermissen mag man Infos zu den Autorinnen und Autoren der wertigen Essays, wenn gleichwohl viele derer Namen mehr als bekannt sind. [pm / pm / auxlit / msc]

RENAISSANCESTADT AUGSBURG

Für die Stadt Augsburg sind Ausstellung und Band (und die im März stattfindene Ausstellung Holbein. Burgkmair. Dürer. in Wien) ein Glücksgriff in Sachen Marketing. Deutschlandweit und auch im internationalen Wettbewerb wirbt die Regio Augsburg Tourismus GmbH aber auch erfolgreich mit der »Renaissancestadt Augsburg«: Die Fugger und Welser, das Rathaus, drei Welterbe-Brunnen und die Fuggerkapelle in St. Anna sind Beispiele für diese Epoche am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit. Mit dem Fugger und Welser Erlebnismuseum, der zuletzt von der Regio entwickelten Europäischen Fuggerstraße sowie der Fashion-Linie Renaissance – start again! für die von ihr betreuten Museums-Shops fördert die Regio intensiv das touristische Interesse am Augsburg der Renaissance.

Der Weg in die Kunststadt Augsburg wird sich im Jahr 2024 noch mehr lohnen als sonst: Denn vom 26. Juli bis zum 19. Oktober 2024 wird dort im Schaezlerpalais die Sonderausstellung Der ältere Holbein. Augsburg an der Schwelle zur europäischen Kunstmetropole anlässlich des 500. Todesjahrs Hans Holbeins d.Ä. zu sehen sein. ~ [ pm / auxlit / msc]


Renaissance im Norden. Holbein, Burgkmair und die Zeit der Fugger.
Herausgegeben von Guido Messling und Jochen Sander
Mit Beiträgen von W. Augustyn, B. Brinkmann, A. Kunz, H. Lange-Krach, G. Messling, J. Sander, F. Schütt, U. Söding, A. Tacke, M. Teget-Welz
Gebunden, 360 Seiten, 287 Abbildungen in Farbe
Hirmer, München 2023
24 x 28 cm
ISBN: 978-3-7774-4202-0

• 🇬🇧 Erhältlich auch in Englischer Sprache


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