Autor und Verleger Thomas Sparr zeichnet die Geschichte und Rezeption von Paul Celans Gedicht »Todesfuge« nach. Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturherbstes Krumbach.
Kein anderes Gedicht hat nach 1945 solche Berühmtheit erlangt wie Paul Celans Todesfuge. Es wird gelesen, rezitiert oder zitiert. Entstanden unter dem unmittelbaren Eindruck der Ermordung von Celans Eltern durch die »Nationalsozialisten«, ist es eines der frühesten literarischen Zeugnisse der Shoah. Thomas Sparr zeichnet am Donnerstag, 2. November (19.30 Uhr) die Geschichte dieses Gedichts nach, die auf besondere Weise auch die Biographie Celans birgt: seine Entstehung, die ersten Veröffentlichungen, die zunächst kontroverse Aufnahme im Deutschland der Nachkriegszeit und seine Rezeption in der deutschen Erinnerungskultur.
Vor allem aber zeigt Sparr die internationale Wirkung dieses Werks, das in viele Sprachen übersetzt Teil der Weltliteratur, der Musik und bildenden Künste wurde. Bis heute lassen sich Literaten und Künstler von der „Todesfuge“ inspirieren. Die Veranstaltung findet statt im Mittelschwäbischen Heimatmuseum Krumbach. ~ [pm/auxlit]
THOMAS SPARR
Jahrgang 1956, war nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Marburg, Hamburg und Paris von 1986 bis 1989 an der Hebräischen Universität in Jerusalem tätig, anschließend im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Von 1990 bis 1998 leitete er den Jüdischen Verlag, war Cheflektor des Siedler Verlags und arbeitet heute als Editor-at-Large im Suhrkamp Verlag in Berlin. Er ist mit Arbeiten zu Paul Celan hervorgetreten. Zuletzt erschien von ihm Grunewald im Orient. Das deutsch-jüdische Jerusalem.
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