Der Augsburger MaroVerlag gehört zu den Preisträgern des Deutschen Verlagspreises 2023. Fast gleichzeitig landet sein Titel »Leere Menge« von Verónica Gerber Bicecci auf der Hotlist 2023. Beim Online-Polling dazu kann man jetzt seine Stimme für den Augsburger Verlag abgeben.
Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat die 64 Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2023 bekanntgegeben – zu ihnen gehört auch der ► Augsburger MaroVerlag. Damit hat er die Chance, mit zwei anderen Verlagen einen der drei mit 60.000 dotierten Spitzenpreise zu erhalten. Weitere 60 Verlage werden durch ein mit jeweils 24.000 Euro dotiertes Gütesiegel prämiert. Ein undotiertes Gütesiegel erhält ein Verlag, dessen durchschnittlicher Jahresumsatz über drei Millionen Euro lag. Die Spitzenpreisträger des nun zum fünten Mal verliehenen Preises wird die Staatsministerin für Kultur und Medien bei der feierlichen Preisverleihung am 22. September 2023 in Berlin verkünden. 358 Verlage hatten sich um eine Auszeichnung mit dem Deutschen Verlagspreis beworben
Jedes Buch könne einen einen wichtigen Beitrag für das Miteinander in der Demokratie leisten. man könne sich umso glücklicher können schätzen, dass man in Deutschland eine der vielfältigsten Verlagslandschaften der Welt zu haben, so die Kulturstaatsministerin. »Deren Herzstück sind die vielen kleineren, unabhängigen Häuser, die mit ihren handverlesenen Verlagsprogrammen abseits der gängigen Bestsellerlisten jeden Tag aufs Neue ihre Liebe zum Kulturgut Buch und ihren Löwenmut zum unternehmerischen Risiko unter Beweis stellen«, so Claudia Roth.
Verlagspreis und Hotlist-2023-Nominierung
Entsprechend groß ist die Freude beim MaroVerlag Augsburg. »Wir können es kaum fassen und sind unglaublich erleichtert – dieses Geld ist mehr als nur eine Anerkennung: Wir benötigen es dringend«, so Maro auf seiner Facebook-Seite. Gleichwohl mahnt Maro auch eine strukturelle Förderung für alle Verlage an. Wörtlich: »[L]iebe Politik: Der Preis ist schön – aber eine strukturelle Förderung ersetzt er nicht. Und das ist, was die Verlagslandschaft, ja die Bibliodiversität braucht.« Der MaroVerlag wurde 1969 von Benno Käsmayer und Franz Bermeitinger gegründet und wurde dann ab 1970 aktiv. Als unabhängiger Verlag veröffentlichte er unter anderem auch Werke von Charles Bukowski, Jack Kerouac und Jörg Fauser.
Auf der Erfolgsspur ist der Augsburger MaroVerlag auch mit einer weiteren Nominierung. Das Buch Leere Menge von Verónica Gerber Bicecci (übersetzt von Birgit Weilguny) wurde gerade für die Hotlist 2023 nominiert. Der Titel aus Mexiko gehört nun zu den 30 Büchern, über die bis zum 27. August 2023 öffentlich abgestimmt werden kann, welche drei von ihnen einen garantierten Platz auf der Liste der Zehn Bücher des Jahres erhalten werden (sieben weitere entscheidet die Jury). Eingereicht worden waren 196 Vorschläge, aus dem das Kuratorium 30 Bücher für die Hotlist 2023 auswählte.
Wer den MaroVerlag und das Buch unterstützen möchte, kann ► hier am öffentlichen Polling teilnehmen und für Verlag und Buch seine Stimme abgeben.
DEUTSCHER VERLAGSPREIS 2023 • Auswahlverfahren & Jury
Die Preisträger 2023 wurden von einer unabhängigen Jury in einem mehrstufigen Auswahlverfahren ausgewählt. Wesentliche Kriterien für die Juryentscheidung waren ein innovatives Verlagsprogramm, die Qualität ihrer verlegerischen Arbeit, die Umsetzung außergewöhnlicher Projekte, eine besonders ansprechende Gestaltung der Bücher sowie besonderes kulturelles Engagement, beispielsweise zur Förderung der Lesekultur.
Vorsitzender der diesjährigen Jury war der literarische Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel. Die weiteren Mitglieder waren der Gründungsdirektor und Künstlerische Leiter von Burg Hülshoff – Center for Literature Dr. Jörg Albrecht, die Verlegerin und Literaturwissenschaftlerin Yasemin Altınay, die Journalistin Roswitha Budeus-Budde, der Buchhändler und Autor Linus Giese, die ehemalige Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst Katharina Hesse und der Schriftsteller, Philosoph und Theologe Senthuran Varatharajah.
► www.deutscher-verlagspreis.de
Die Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2023 in einer der beiden dotierten Kategorien sind:
&Töchter • 360 GRAD VERLAG • adocs • Anton G. Leitner Verlag • APHAIA Verlag • Argument Verlag mit Ariadne • b_books • Berenberg • CalmeMara • ciconia ciconia • CORRECTIV.Verlag • der Diwan Hörbuchverlag • DISTANZ • DOM publishers • ebersbach & simon • edition assemblage • Edition Nautilus • edition.fotoTAPETA • ELIF VERLAG • Fachhochschulverlag • Frankfurter Verlagsanstalt • Gratitude • Hartmann Books • Hentrich & Hentrich • Jaron Verlag • K. Verlag • Kanon Verlag • Karl Rauch Verlag • Kibitz Verlag • Kindermann Verlag • Klett Kinderbuch Verlag • kookbooks • leiv Verlag • Lektora • Mabuse-Verlag • mareverlag • MaroVerlag • Marta Press • MÄRZ Verlag • mikrotext • Mitzkat Verlag • Peter Hammer Verlag • Poetenladen • Psychiatrie Verlag • REPRODUKT • Rotopol • Salzgeber Buchverlage • Schaltzeit Verlag • Schirmer/Mosel • speak low • starfruit publications • supposé • Susanna Rieder Verlag • Unrast Verlag • Verbrecher Verlag • Verlag der Autoren • Verlag Graswurzelrevolution • Verlagshaus Berlin • w_orten & meer • Weissbooks • Wunderhorn • Zauberfeder • Zuckersüß Verlag
Der Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2023 in der undotierten Kategorie ist:
• Wallstein
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