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Biskups Coups: Zeitgeschichte in Bildern

2008, Potsdam Wolfgang Joop

👁️ BILDERGALERIE | In seinem jüngsten Bildband »Porträt« zeigt Daniel Biskup über 400 Bilder internationaler Staatsmänner, Staatsfrauen und Kulturschaffender von 2006 bis 2022.

Sein halbes Leben war Daniel Biskup unterwegs, um das Weltgeschehen und seine Protagonisten zu fotografieren. 2022 feierte der Fotograf seinen 60. Geburtstag. Dazu gewährt er mit dem Bildband Porträt Einblick in seine Arbeit. Die im Augsburger 📚 Salz und Silber Verlag erschienene Retrospektive zeigt berühmte Persönlichkeiten im Portrait.

Biskup hat das besondere Gespür für‘s Detail, wenn er promintente Köpfe ablichtet. wie zum Beispiel Altbundeskanzler Helmut Schmidt in seinem Arbeitszimmer im Redaktionsgebäude der Wochenzeitung Die Zeit. Den ehemaligen James-Bond-Darsteller Roger Moore fotografiert er stilecht für einen britischen Top-Agenten in einem holzgetäfelten Arbeitszimmer mit großer Weltkugel ab. Den Schauspieler Mario Adorf, der in vielen Filmen den Lebemann verkörpert, trifft er in St. Tropez.

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Ganz besondere Momente verbinden Biskup mit Altbundeskanzler Helmut Kohl. Ihn begleitet er ab 1998 als Fotograf sowohl bei privaten wie auch offiziellen Anlässen in Ludwigshafen und in der Welt. Hierbei entstanden einmalige Aufnahmen.

Und wie kaum ein anderer hat Biskup ein Auge für den Menschen und die Geschichte hinter dem Bild. So fotografiert er den ehemaligen Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher neben einer Gedenktafel auf dem Balkon der deutschen Botschaft in Prag. Hier hat dieser am 1.10.1989 den Republikflüchtlingen aus der DDR, die Zuflucht auf dem Botschaftsgelände gesucht hatten, die Genehmigung ihrer Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland mitgeteilt. Als Wladimir Putin sein Amt als Ministerpräsident Russlands antrat, war Biskup einer der ersten deutschen Fotografen vor Ort.

Foto: Simon Annand

DANIEL BISKUP

Geboren und aufgewachsen ist Daniel Biskup 1962 in Bonn. Mit 15 Jahren beginnt er eine Lehre als Postbote in Bad Godesberg. Während seiner Lehre gründet er eine Gewerkschaftszeitung und beginnt das Zeitgeschehen im damaligen Bonn zu fotografieren. Friedensdemonstrationen und besetzte Häuser sind die Motive seiner ersten Bilder.

Mit 18 Jahren geht Biskup nach Augsburg. Er holt sein Abitur nach und studiert Geschichte, Politik und Volkskunde. Er fotografiert bei jeder Gelegenheit. 1982 erscheint sein erstes Bild auf der Titelseite der Augsburger Allgemeinen Zeitung. 1988 reist er das erste Mal in die Sowjetunion um sich von Gorbatschows Perestroika– und Glasnost-Politik selber ein Bild zu machen. Als im Sommer 1989 DDR-Flüchtlinge nach Budapest strömen, ist Biskup dabei. Das Magazin Der Spiegel bezeichnete ihn deshalb als »Das Auge der Revolution«.

www.daniel-biskup.de


Daniel Biskup: Porträt.
Mit ca. 400 Fotografien
Gebunden, 320 Seiten
Salz und Silber Verlag, Dezember 2022
ISBN: 978-3-9824607-2-7


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