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Eine von uns.

LESUNG | BUCH-VERLOSUNG | INTERVIEW ★ Bestseller-Autorin Amelie Fried stellt in Mindelheim ihren neuen Roman »Eine von uns« vor. Die Lesung im Rahmen des Literaturfestivals Allgäu-Schwaben findet statt am Dienstag, 14. April. Die Protagonistinnen in Frieds Roman verhalten sich nicht immer regelkonform – im Interview verrät die Autorin, wieviel kriminelles Potenzial in ihr selbst steckt.

Mit 4,5 Millionen verkauften Büchern ist Amelie Fried eine der beliebtesten deutschen Autorinnen. Am Dienstag, 14. April, ist die einstige TV-Moderatorin in Mindelheim zu Gast und stellt im Rahmen des ➽ Literaturfestivals Allgäu-Schwaben ihr brandneues Buch 📖 Eine von uns [Heyne] vor. Die Lesung (19 Uhr) mit Möglichkeit zur Buch-Signierung findet statt im atmosphärischen Silvestersaal (Hungerbachgasse 9, Mindelheim).

TICKETS gibt es bei derMindelheimer Zeitung, Tel. 📞 08261 / 9913-75 Klick für Anruf und
📧 info@mindelheimer-zeitung.de (VVK 12 € | AK 14 €) .

auxlitera verlost im Vorfeld 3 x Amelie Frieds neuen RomanEine von uns (siehe Verlosungsbox). Das Buch nimmt mit in ein modernes Märchen über soziale Ungerechtigkeit, Lebenslügen und geplatze Träume. Warmherzig, humorvoll und höchst aktuell behandelt der Roman die Frage, was wirklich zählt, wenn nichts mehr bleibt. Im ֍ Interview (unten) erzählt Amelie Fried über ihr neues Buch.

Ihre Adresse wird nach dem 5.April 2026 nicht mehr gespeichert. Ihre E-Mail wird nicht an Dritte weitergegeben und Sie erhalten keine Werbemails von uns. Die Teilnahme am Gewinnspiel über automatisierte Verfahren (Gewinnspielclubs o. Gewinnspielserviceanbieter) ist ausgeschlossen.

Der Inhalt: Nelly hat es geschafft. Sie ist mit dem erfolgreichen Wirtschaftscoach Tom verheiratet, Tochter Cleo steht kurz vor dem Abitur mit Bestnote, die jüngere Schwester Emma überrascht mit ungewöhnlichen Talenten. Ein sorgloses Leben im Überfluss, von Nelly stolz in Szene gesetzt auf ihrem Videoblog »Happy wife, happy life!« – bis Tom eines Tages schwer verunglückt und sich der ganze Wohlstand als große Illusion entpuppt.

Nelly verliert alles. Mit ihren Töchtern muss sie in eine Sozialwohnung ziehen, und schon bald putzt sie die Häuser der Reichen, in denen sie kurz zuvor noch Gast war. Aber sie gibt nicht auf. Mit Mut und Witz kämpft sie sich in ein neues Leben und lernt: Wenn Karma eine Bitch ist, dann schlag zurück! LESEPROBE | ! BUCH BESTELLEN


»Meine Frauenfiguren kämpfen«

Interview mit Amelie Fried: Über ihren neuen Roman »Eine von uns«

Foto: © Dominik Rößler | Penguin Random House Verlagsgruppe

Frau Fried, Ihr neuer Roman ist wieder eine Familiengeschichte was fasziniert Sie so an diesem Genre?

Amelie Fried: Die Familie ist die Keimzelle für alles, im Guten wie im Schlechten. Familien können Orte der Liebe und Geborgenheit sein, aber auch emotionale Schlachtfelder. Ich war immer schon fasziniert von Familiengeschichten, von den Buddenbrooks von Thomas Mann, die ich als Jugendliche gelesen habe, über John Irvings Hotel New Hampshire bis zu den Romanen von Jonathan Frantzen und vielen anderen.

In Ihren Büchern gibt es immer starke Frauenfiguren, diesmal sind es die knapp vierzigjährige Nelly und ihre Töchter Cleo und Emma, achtzehn und zwölf Jahre alt. Wie haben Sie sich in deren Lebenswelt eingefühlt?

Meine Frauenfiguren kämpfen – jede auf ihre Art – um Eigenständigkeit, um ihre persönliche Entwicklung innerhalb des Familienverbundes. Das ist eine Erfahrung, die Frauen aller Generationen kennen – natürlich auch ich. Junge Mädchen wie Cleo und Emma sind heute noch mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert, aber im Kern sind ihre Ablösungs- und Selbstbehauptungsprozesse die gleichen. Die Familie in meinem Roman durchlebt eine existentielle Krise, dabei verstärken sich die ohnehin vorhandenen Konflikte und die wahre Persönlichkeit der Figuren kommt zum Vorschein.

Nelly hat Züge eines Aschenputtels, die zur Prinzessin wird, dann aber abstürzt und lernen muss, sich auf ihre eigenen Stärken zu besinnen. Welche Botschaft verbirgt sich dahinter?

Ich nehme eine Art gesellschaftlichen Rollback wahr, der mich besorgt. Es gibt diese sogenannten Tradwives (traditional wives) im Stil der 50er Jahre, die in den sozialen Medien verkünden, wie toll ihr Leben zwischen Windeln, Kochtöpfen und Kuchenblech ist, und dass ihre Selbstverwirklichung darin besteht, ihre Ehemänner zu verwöhnen. Nelly ist zu Beginn eine von ihnen und erlebt ein böses Erwachen, als ihr Mann durch einen Unfall aus dem Verkehr gezogen wird und sie erkennen muss, dass ihr Prinzessinnenleben nichts als eine Art Truman Show ist, eine hohle Fassade, die ganz schnell zusammenbricht. Vielleicht kann ihre Geschichte als Warnung dienen, aber in erster Linie wollte ich einen Unterhaltungsroman schreiben, ohne erhobenen Zeigefinger.

Sie sind seit 35 Jahren mit dem Schriftsteller und Drehbuchautor Peter Probst verheiratet. Wie ist die Rollenverteilung zwischen Ihnen und Ihrem Mann?

Ich habe meinem Mann von Anfang an klar gemacht, dass ich ihn nur heirate, wenn er bereit ist, eine partnerschaftliche Ehe mit mir zu führen. Manchmal hat er mit den Zähnen geknirscht, weil es anders natürlich bequemer für ihn gewesen wäre, aber letztlich sind wir
sehr gut damit gefahren. Unsere erwachsenen Kinder haben eine ebenso intensive Beziehung zu ihm wie zu mir, weil er eben kein Wochenend-Papi war, sondern anwesend und beteiligt. Und auch unserer Beziehung hat es sehr gutgetan, dass wir uns immer auf Augenhöhe begegnet sind. Wir arbeiten auch zusammen, lesen gegenseitig unsere Texte und geben gemeinsam Workshops in Kreativem Schreiben.

Ihre Protagonistinnen im Roman verhalten sich nicht immer regelkonform, es wird gelogen, gestohlen und betrogen – wie viel kriminelles Potential steckt in Ihnen?

Als Jugendliche habe ich in einem Kaufhaus mal ein T-Shirt geklaut, konnte mich aber nicht daran freuen. Jedes Mal, wenn ich es anziehen wollte, hat es mich an meine Schandtat erinnert. Ich habe es dann verschenkt. Heute kriege ich schon Schweißausbrüche, wenn der Bus kommt, bevor mein elektronisches Ticket auf dem Handy heruntergeladen ist.

In Ihrer Geschichte spielt – unter vielem anderen – Spekulation mit Kryptowährung eine Rolle. Würden Sie Ihr Geld auf diese Weise anlegen?

Was das angeht, bin ich genauso spießig wie beim Schwarzfahren. Ich hätte viel zu viel Angst, dass es schief geht. Vielleicht spielt da meine schwäbische Herkunft eine Rolle, die „Schaffe, schaffe, Häusle baue“-Mentalität ist tief in mir verankert. Leute mit Spielermentalität mögen ein aufregenderes Leben haben, aber wahrscheinlich schlafe ich besser.

~ Interview: Penguin Randomhouse | Heyne | Edit: auxlit

AMELIE FRIED, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis. Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst – mit dem sie Workshops in Kreativem Schreiben gibt – schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt – verrückt?. Bei Heyne erschien vor Eine von uns zuletzt der Roman Der längste Sommer ihres Lebens.
ameliefried.de.

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Erhältlich als:
📖 Buch
🖥️ E-Book | ePUB, Kindle


Heyne, März 2026
Taschenbuch, Klappenbroschur
448 Seiten
Preis: 18 € | E-Book 16,99 €


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