Die fantastischen Abenteuer des Horst Finke. Ein Tiefkühltruhenroman.

auxlitera-Video: Julius Kuhn, Schauspieler am Staatstheater Augsburg, liest aus seinem demnächst erscheinenden Roman.

Die fantastischen Abenteuer des Horst Finke lautet der Titel des Tiefkühltruhenromans (Twilight-Line, 2022) des in Augsburg lebenden Schauspielers Julius Kuhn. Das Buch des am Staatstheater Augsburg und im freien Film tätigen Schauspielers erscheint demnächst, es ist bereits jetzt schon im Buchhandel vorbestellbar (ISBN 978-3-96689-045-8). In der Reihe »Blauer Montag« des Staatstheaters Augsburg im Alten Rockcafé wurde der Roman bereits live vorgestellt.

Für auxlitera hat Julius Kuhn eine Passage aus Die fantastischen Abenteuer des Horst Finke. Ein Tiefkühltruhenroman eingelesen.

Aufgenommen am 29. März 2022 in Augsburg. | Jetzt auxlitera Youtube-Kanal abonnieren.

Julius Kuhn wurde 1992 in Braunschweig geboren und wuchs in Ingolstadt auf. Schon während seines Schauspielstudiums, das er 2012 am Mozarteum in Salzburg begann, stand er für die Salzburger Festspiele auf der Bühne. Beim Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielstudierender gewann er mit seinem Jahrgang den Ensemblepreis für die Inszenierung »Camelot«. Sein erstes Engagement führte ihn im Jahr 2015 noch während des Studiums an das Deutsche Nationaltheater Weimar.

Er arbeitete mit Regisseuren wie Volker Lösch, Thomas Dannemann, Alvis Hermanis, Stefan Herheim, Robert Schuster, Christoph Mehler, Hasko Weber, Jan Neumann, Alice Buddeberg und Swaantje Lena Kleff zusammen.

Mit seinem Monologstück »Schwalbenkönig« tourte er durch Thüringen. Für Film und Fernsehen ist er immer wieder auch vor der Kamera zu sehen; neben Werbespots und Spielfilmen fürs Fernsehen führten ihn Kinofilmprojekte schon bis nach Indien.

Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Ensemblemitglied am Staatstheater Augsburg.

www.staatstheater-augsburg.de/julius_kuhn

Über einen Höhepunkt des Augsburger Musikdrucks

In dem neuen Buch »Same Same but different« untersucht Torge Schiefelbein die Geschichte des »Augsburger Liber selectarum cantionum« (1520), der ersten Motettensammlung, die nördlich der Alpen in den Druck gegangen ist.

Same Same but different. Die erhaltenen Exemplare des »Liber selectarum cantionum« (Augsburg 1520) lautet der Titel der Studie, jetzt in der Reihe Wiener Forum für ältere Musikgeschichte im‎ Hollitzer Wissenschaftsverlag (Wien) erschienen ist. Der Autor Torge Schiefelbein promovierte mit seiner Arbeit über den 500 Jahre alten Augsburger Musikdruck in Philosophie im Gebiet Musikwissenschaft. Im Wiener Hollitzer Verlag erscheinen auch die 1991 begründeten Mozart Studien, herausgegeben vom in Augsburg aufgewachsenen Mozartexperten Manfred Hermann Schmid (*1947 – ✝ 2021 in Augsburg).*)

Zum Buch: Die Motettenanthologie Liber selectarum cantionum, gedruckt im Jahr 1520 in Augsburg, ist ein Husarenstück ihrer Zeit. In der vorliegenden Publikation offenbart Torge Schiefelbein das soziale Netz, in dem das Buch entstanden ist, diskutiert mögliche Auftraggeber, porträtiert das gedruckte Repertoire und beleuchtet die Provenienz jedes einzelnen Exemplars.

Der volle Titel der Motettensammlung lautet Liber selectarum cantionum quas vulgo mutetas appellant sex quinque et quatuor vocum, lateinisch für »Buch ausgewählter Gesänge, die man gemeinhin Motetten nennt, zu sechs, fünf und vier Stimmen«. Der Musikdruck, von dem heute noch 20 Exemplare vorhanden sind, wurde in Augsburg in der Werkstatt Sigmund Grimms und Markus Wirsungs gedruckt. Deren Druckoffizin galt im vorreformatorischen Augsburg als die wichtigste Publikationsstätte humanistischer Literatur.

Titelseite des Liber Selectarum Cantionum. Foto: Public Domain

Der Arzt und Apotheker Grimm war mit einer Verwandten von Margarete Welser, der Ehefrau Konrad Peutingers, einem der namhaftesten Vertreter des Humanismus in Obderdeutschland verheiratet und damit Mitglied einer der angesehensten Familien in Augsburg. Würsung (ca 1460 – 1520/21) war ein Ausburger Kaufmann, Apotheker, Buchhändler und Verleger. Peutinger, der auch das Nachwort zum Liber verfasste, gründete 1500 die Sodalitas litteraria Augustana. Der Liber selectarum ist einem der Mitglieder dieser humanistischen Gesellschaft gewidmet, dem Augsburger Matthäus Lang von Wellenburg. Dieser galt als rechte Hand Maximilians I.

Der Liber selectarum cantionum wurde am 28. Oktober 1520 veröffentlicht. Das Herzstück der Studie von Torge Schiefelbein bildet eine Rekonstruktion und Analyse des Herstellungsprozesses der Motettensammlung: Auf der Basis eines vollständigen Vergleichs aller 20 erhaltenen Exemplare – mit insgesamt mehr als 10.000 Seiten – können erstmals sämtliche Differenzen aufgelistet, manche Lesarten bedenkenlos als falsch ausgeschlossen und Schlüsse über die Druckreihenfolge gezogen werden. Jedes Exemplar des Liber ist einzigartig. Die noch gängige Auffassung, alle Kopien einer Auflage wären gleich, muss künftig angepasst werden: Nicht identische, sondern ähnliche Produkte sind die Regel.

Das Herzstück der Studie bildet eine Rekonstruktion und Analyse des Herstellungsprozesses: Auf der Basis eines vollständigen Vergleichs aller 20 erhaltenen Exemplare – mit insgesamt mehr als 10.000 Seiten – können erstmals sämtliche Differenzen aufgelistet, manche Lesarten bedenkenlos als falsch ausgeschlossen und Schlüsse über die Druckreihenfolge gezogen werden. Jedes Exemplar des Liber ist einzigartig. Die noch gängige Auffassung, alle Kopien einer Auflage wären gleich, muss künftig angepasst werden: Nicht identische, sondern ähnliche Produkte sind die Regel.

Torge Schiefelbein studierte und promovierte an der Universität Wien. Der Liber selectarum cantionum (Augsburg 1520) war Thema seiner Diplomarbeit (2013), eines von ihm verfassten Artikels für das Handbuch der Musik der Renaissance (2014) und seiner Dissertation (2016).

Im Hollitzer Verlag erscheinen auch die Mozart Studien des verstorbenen Augsburger Herausgebers Manfred Hermann Schmid.

(* In Band 27 der Mozart Studien (2020) schrieb Schmid den Augsburg-spezifischen Beitrag »Über Augsburg als ein Zentrum der Mozartforschung 1939 – 1954: Ferdinand Kleindinst und Ernst Fritz Schmid«. Manfred Hermann Schmid wuchs in Augsburg auf, studierte Violine am Augsburger Konservatorium, später in Salzburg Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Schmid lebte nach seiner Emeritierung bis zu seinem Tod 2021 in Augsburg. Die Mozart Studien veröffentlichen Beiträge in deutscher, italienischer, französischer oder englischer Sprache. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Arbeiten zum Werk von Wolfgang Amadeus Mozart.

Torge Schiefelbein: Same Same but Different. Die erhaltenen Exemplare des „Liber selectarum cantionum“ (Augsburg 1520)
Wien: Hollitzer Verlag, 2022 (Wiener Forum für ältere Musikgeschichte, Band 12)
428 S., 16,5 x 24,5 cm, Deutsch, Hardcover
ISBN 978-3-99012-992-0 (hbk) € 70,00
ISBN 978-3-99012-993-7 (pdf) € 69,99




Literatur im Wittelsbacher Schloss

Helmut Zierl liest am 23. April, Julia Stemberger präsentiert im September Isabel Allende. Im August findet Hugo von Hofmannsthals »Jedermann« auf die Bühne. Das Literaturjahr schließt mit Ludwig Thomas »Weihnachtsgeschichte«.

Follow the Sun – der Sommer meines Lebens (Lübbe Verlag) lautet der Titel des autobiografischen Buches von Helmut Zierl, aus dem der bekannte Schauspieler am Samstag, 23. April, im Wittelbacher Schloss in Friedberg liest. Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr. Zierl erzählt von drei Monaten, die seinem Leben eine neue Richtung gaben – »und mich drei Dinge lehrten: Respekt, Demut und Toleranz«. Damals 1971, Lütjensee in der norddeutschen Provinz: Helmut Zierl ist 16 und steht mit seinem Armeesack an der Autobahnauffahrt Richtung Süden. Erst hat ihn die Schule rausgeschmissen, dann sein Vater. Und er denkt sich: Einfach weg, der Sonne entgegen, mit 200 Mark in der Tasche nach dem Sinn des Lebens suchen. Was folgt, sind drei Monate Glück, Angst, Abenteuer und Leben auf der Straße. Drei Monate geballte Lebenserfahrung, die ihn sowohl an seine Grenze bringen als auch für seine Zukunft eine neue Richtung geben. Diesen Sommer hat er nie vergessen!
(Einlass: 19.00 Uhr, VVK: 19 Euro, AK: 22 Euro).

Isabell Allende: Über Männer und Frauen

Am Freitag, 16. September (20 Uhr) ist dann Schauspielerin Julia Stemberger (»Die Strauß-Dynastie«, »Das Traumschiff«) zu Gast. Basierend auf Isabell Allendes Texten präsentiert das Programm »Aphrodite – ein Fest der Sinne«. Mit feinem Witz betrachtet die Wienerin Julia Stemberger die großen Themen zwischen Mann und Frau: Liebe, Sympathie, Anziehung, Erotik. Isabell Allendes Texte sind eine Fundgrube für die Bühne, weil sie so voller Leben und Klugheit sind.
(Einlass: 19.00 Uhr, VVK: 19 Euro, AK: 22 Euro)

Von Hoffmannthals » Jedermann« im August

Der Schlosshof wird am Samstag, 13. August (20 Uhr), zur Freilichtbühne, wenn die bayerische Theatergruppe JedermannSpielleut das Stück Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal aufführt. Der Gründer der Theatergruppe, Karl-Arthur Reinshagen, der in Weichs im Landkreis Dachau lebt, will dem Publikum eine Geschichte erzählen, »frei von dem ganzen Salzburg-Spektakel«. So können sich die Zuschauer umso mehr auf Text und Spiel konzentrieren. Das Ensemble besteht aus Kleindarstellern und Schauspielern, teilweise bekannt aus Funk und Fernsehen, rund um Bartholomäus Sailer und Manfred Eichleiter, die im Münchner Theaterraum einen Namen haben. Bei schlechte Wetter findet die Aufführung im Großen Saal statt.

Weihnachten mit Ludwig Thoma

Am Sonntag, 4. Dezember (17 Uhr), ist dann Ludwig Thomas Heilige Nacht im Wittelsbacher Schloss zu hören. Den Klassiker der bayerischen Literatur liest der Schauspieler Franz Josef Strohmeier (Residenztheater München, Ruhrfestspiele Recklinghausen). Ursprüngliches Datum war der 12. Dezember 2021 – die Karten behalten ihre Gültigkeit,.
(Einlass: 16.00 Uhr, VVK: 15 Euro, AK: 17 Euro)

Kartenvorverkauf für alle Vorstellungen im Bürgerbüro im Rathaus in Friedberg und HIER online.
Details zu allen Veranstaltungen im auxlitera-Terminkalender!

Literaturfreunde Stiller

Florian Weber: Lesung am 10.04. in Schrobenhausen.

Florian Weber, Drummer der Sportfreunde Stiller, präsentiert am Sonntag, 10. April, seinen Roman in seiner Heimatstadt Schrobenhausen. auxlitera verlost drei Mal Webers »Die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken«.

Bei seiner bundesweiten Lesetour zu seinem Roman Die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken (Heyne Hardcore) macht der Drummer der Sportfreunde Stiller natürlich auch Halt in Schrobenhausen – seinem Geburtsort und Heimatstädtchen. Florian Weber stellt hier am Sonntag, 10. April (19 Uhr), seinen Roman im Herzog Filmtheater vor:

Ein Lama, ein Clown und ein Heinrich Pohl im atlantischen Ozean. Viele Meilen von rettenden Ufern entfernt. Ein Szenario, das nach Aufklärung schreit. In wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken treibt ein Mann treibt auf einer Kühlbox im Meer. Er kann sich an nichts erinnern. Durch aufblitzende Erinnerungen versucht er zu erforschen, wer er ist und was ihn in diese lebensbedrohliche Situation gebracht hat. Dabei spielen seine Kindheit, das Antiquitätengeschäft des Onkels in seiner Heimatstadt München, fünf geheimnisvolle Gegenstände, ein Klavier und eine Reise nach Amerika eine erhebliche Rolle.

Ein ungewöhnlicher Roadtrip und ein Vater-Sohn-Roman voller origineller Ideen und einer so rührenden wie unterhaltsamen Geschichte.

Foto: Mirco Taliercio, Heyne Verlag

Florian Weber: 1974 in Schrobenhausen geboren und entwickelt, seit 1994 in München lebend und gereift zum Musiker (Sportfreunde Stiller, MS Flinte, Taskete!, Bolzplatz Heroes), Autor (bis dato zwei Romane), Radiomoderator, Journalist, ausstellender Künstler und Diplomsportwissenschaftler (zumindest laut Abschluss).

Florian Weber: Die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken.
Roman | Heyne Harcore 2022
Hardcover, Pappband, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27362-7

Verlosung!

auxlitera verlost den Roman drei Mal!
E-Mail bis 5. April mit Betreff »Florian Weber« an redaktion@auxlitera.de.
Ihre E-Mail-Adresse wird in keinen Verteiler aufgenommen – außer Sie geben explizit die Erlaubnis.

Textlich. Eigen. Automatic. Writing.

Der Augsburger Jazz- & Impro-Percussionist Eric Zwang-Eriksson veröffentlicht eine CD mit der Vertonung eigener Texte – eingesprochen von Matthias Fischer (Märchenzelt).

Eric Zwang-Eriksson ist auf so manchem Tonträger vertreten (so u.a. mit dem AJE-Kollektiv, Scapelands oder im Duo mit Udo Schindler). Doch ist die CD »Eigentextlichtönendes« (Tonkunstmanufaktur, 2022) die erste Veröffentlichung Zwang-Erikssons unter eigenem Namen. Ein Tonträger, mit der er sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt: eine Vertonung der eigenen Texte. Als Sprecherstimme konnte der Eriksson den professionellen Erzähler Matthias Fischer (Märchenzelt Augsburg) gewinnen.

Vor 20 Jahren betrieb Zwang-Eriksson gemeinsam mit Ed Schmidt eine Schreibwerkstatt in München. Auf dem Programm stand Automatic Writing – das spontane Schreiben von Texten unter Einfluss eines Bildes, eines Musikstücks oder zum Beispiel eines Zeitungsartikels. Ein Großteil der auf der CD vertretenen Texte stammt auf jener Zeit und entstanden in dieser Schreibtechnik.

»Neben der Musik in all ihren Facetten interessierte mich schon seit frühester Jugend das Schreiben«, so Eriksson. »Waren es früher Kurzgeschichten und Songtexte, wandelte sich mit der musikalischen Hinwendung zur strukturierten Improvisation auch die Herangehensweise des textlichen Verfassens. Dem automatic writing, also dem spontanen Schreiben, meist inspiriert durch irgend ein Ding, also einem Foto, einem Zeitungsausschnitt, einem Musikstück, galt meine Hinwendung Ende des 20. Jahrhunderts. Alle so entstandenen Texte wurden anschließend von mir überarbeitet, in Form gebracht. Viele Texte sind auf diese Weise im Laufe mehrerer Jahre entstanden, die für mich auch heute noch ihre Gültigkeit haben.«

Da Eriksson als Musiker selbst dem Schlagwerk verbunden ist, geschah die Vertonung seiner Texte mit Percussion und Schlagzeug, dazu Effekte, Samples und Loops, sogar Naturgeräusche. Aufgenommen wurde in der Hutfabrik Augsburg.

Der Tonträger ist erhältlich unter E-Mail eze@editioneazy.de oder unter http://www.tonkunstmanufaktur.de. Am Sonntag, 8. Mai, wird der Tonträger in einem Release-Konzert in der Kresslesmühle live vorgestellt (siehe auxlitera-Terminkalender).

Zukunft der Stadtbücherei: »Design Thinking«-Prozess beginnt

Am Montag, 4. April, können Ideen eingebracht werden. Der Eintritt ist frei. Ein extern moderierter Ansatz soll Innovationen und Entwicklungen in Gang bringen.

Die Stadtbücherei Augsburg will als Bibliothek der Zukunft zu einem zentralen kommunalen Ort werden, in dem neue gesellschaftliche Entwicklungen thematisiert werden, der Impulse für gesellschaftlichen Wandel gibt und der von Austausch und Kooperation lebt. Ziel ist es, dem Motto »Für alle offen« noch stärker gerecht zu werden.

Allen Bürgerinnen und Bürgern soll es dabei ermöglicht werden, den Veränderungsprozess aktiv zu begleiten und Ihre persönlichen Vorschläge und Ideen einzubringen. Dabei geht die Stadtbücherei den
Weg des Design Thinking, einer vielfach erprobten Methode, um Innovationsprozesse zu organisieren und strukturieren.

Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration, lädt alle Interessierten zu zum Auftaktabend für diesen Prozess ein, der die Zukunft der Stadtbücherei im Fokus hat. Termin ist am Montag, 4. April 2022, um 18 Uhr in der Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz 1. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

An diesem Abend wird Julia Bergmann, die den Prozess der Weiterentwicklung und der Bürgerbeteiligung als Trainerin begleitet, die Methode Design Thinking als Startschuss für einen neuen Bibliotheksentwicklungsplan vorstellen.

Weitere Informationen HIER.

Erinnerung, eingeschrieben

Die Künstlerinnen Eda Aslan und Nurgül Dursun verarbeiten Lesespuren in Büchern der Sammlung Salzmann an der Unibibliothek Augsburg in einem Kunstprojekt.

Können Bücher ein Gedächtnis haben? Diese Frage würden die beiden Künstlerinnen Eda Aslan und Nurgül Dursun sicherlich mit »ja« beantworten. Im Rahmen ihres von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderten Kunstprojekts »What Was Left« haben sie in der Bibliothek der verbrannten Bücher der Sammlung Salzmann gearbeitet.

An der Unibibliothek Augsburg durchforsteten und scannten sie Bücher, untersuchten die Bücher, die von den Nationalsozialisten verboten wurden. Spuren in diesen Büchern, wie etwa Notizen, Anstreichungen und Lesezeichen zeigen, wie sie einst gelesen wurden: Sie sind Teil des »Gedächtnisses« der Bücher.

Von der Aktion berichtet die Universitätsbibliothek Augsburg auf ihrer Facebook-Seite und verlinkt dort auch auf ein Video, das Eda Aslan und Nurgül Dursun erstellten.

Die beide Künstlerinnen sind auch auf Instagram:
Eda Aslan: https://www.instagram.com/eeda_aslan/
Nurgül Dursun: https://www.instagram.com/lametta.jung/

Das Unvorhersehbare hinter Paravents

auxlitera-Video: Knut Schaflinger liest aus seinem neuen Lyrikband, den er am 20. März im Leopold-Mozart-Haus Augsburg vorstellte.

»Das Unvorhersehbare hinter Paravents« lautet der Titel des neuen Gedichtbands (Verlag Ralf Liebe, März 2022) des in Augsburg lebenden Lyrikers und Journalisten Knut Schaflinger. Die erst auf den zweiten Blick sichtbaren Facetten der Welt beschreibt Schaflinger in einem lyrischen Spiel aus Fiktion und Wirklichkeit.

Für auxlitera hat Knut Schaflinger das Gedicht »Ausgelassen singt der Wald am ersten Sonntag im März« aus dem Buch »Das Unvorhersehbare hinter Paravents« eingelesen.


Knut Schaflinger wurde 1951 in Graz geboren. Nach seinem Studium in Wien war er freier Filmemacher beim Bayerischen Fernsehen sowie Chef vom Dienst der ARD-Tagesthemen.
Er gewann diverse Lyrikpreise und hat bislang zwölf Einzeltitel veröffentlicht.

Video

Literaturfestival Nordschwaben

Noch bis Samstag, 26. März, geht das Literaturfestival Nordschwaben. Dazu ein Nachholtermin am 8. April mit Sven Plöger (Dillingen). Am Mittwoch, 23. März liest Tillmann Bendidowski in Nördlingen, am Samstag, 26. März, Ewald Arenz in Dillingen an der Donau.

Nach Lesungen von LaBrassBanda-Musiker Andreas Martin Hofmeir und Harald Jähner (»Wolfzeit«) ist nun am Mittwoch, 23. März, Tillmann Bendidowski in Nördlingen zu Gast: »Ein Jahr im Mittelalter« lautet der Titel seines Buches. Am Samstag, 26. März, liest in Dillingen an der Donau der Schriftsteller Ewald Arenz (Bild) aus seinem Roman »Der große Sommer« zu Gast. Coronabedingt verschoben werden musste der ursprünglich für 21. März angesetzte Termin mit Sven Plöger. Der bekannte TV-Meterologe liest nun in Dillingen am Freitag, 8. April.
Details zu diesen Veranstaltungen finden Sie im auxlitera-Terminkalender.


Die Veranstalter nutzen das Festival als Instrument der Regionalentwicklung und sorgen für einen höchst attraktiven Standortfaktor. Als öffentliches Forum für die Literaturschaffenden der Region fand bereits die eintägige Veranstaltung »Regionale Autorinnen und Autoren erleben« statt.r die Literaturschaffenden der Region.

Initiatorin des Literaturfestivals Nordschwaben ist die Schwabenakademie Irsee. Angeregt wurde das Projekt von Dr. Sylvia Heudecker. An der Akademie ist Dr. Heudecker als Studienleiterin tätig und verantwortet bereits seit 2015 das Allgäuer Literaturfestival.

Seit vielen Jahren engagiert sich Dr. Heudecker an der Schwabenakademie für die Literatur und hat dazu beigetragen, dass Irsee zu einem der Zentren literarischen Lebens in Süddeutschland geworden ist. Im Programm der Akademie liegt u.a. die Projektleitung des Irseer Pegasus bei ihr.